Zwischen Tristesse und Triumph
Der DFB-Pokal mag in den letzten Jahren insgesamt an Stellenwert verloren haben, doch vom Höhepunkt einer jeden Pokalsaison, dem Finale in Berlin, träumt jede Fanszene.
Der DFB-Pokal mag in den letzten Jahren insgesamt an Stellenwert verloren haben, doch vom Höhepunkt einer jeden Pokalsaison, dem Finale in Berlin, träumt jede Fanszene.
Auch wenn aus deutsche Sicht ein wenig erfreuliches Ereignis zugrunde lag, aber die Blockfahne, die zwölf Mitglieder des „Football Supporters Federation“, des vereinsunabhängigen englischen Fan-Verbandes, erstellt haben und jeweils nach dem Abspielen von „God save the Queen“ präsentieren, verdient Beachtung.
Im Sommer 2004 befindet sich die deutsche Fanszene im Wandel. Im Bestreben mehr Mitspracherecht zu erhalten, werden Dachorganisationen gebildet. Die Supporter-Vereinigungen treten mit den Klubs in einen konstruktiven Dialog.
Die Erste Liga stellte in der Saison 2003/2004 einen neuen Zuschauerrekord auf, und auch in der kommenden Spielzeit wird dieser Trend anhalten, sogar weiter steigen. Bereits Wochen vor Saisonstart waren 327.500 Dauerkarten verkauft – 6.000 mehr, als während der gesamten vergangenen Saison – und all dies, obwohl mit Köln und Frankfurt zwei Publikumsmagneten in die Zweite Liga abwanderten.
Schon bevor der erste Anstoß der neuen Saison erfolgt ist, hat Stadionwelt sich bei Vertretern der einzelnen Fanszenen der 1. Bundesliga erkundigt, welche Entwicklungen in der neuen Saison anstehen, was die Themen der Kurve sein werden.
Die Liga wandelt sich in der Saison 2004/2005 wieder einmal gründlich. In der vergangenen Spielzeit eher am Rande wahrgenommen, entfaltet sie jetzt ihr ganzes Potenzial als „Kultliga“.
Schon bevor der erste Anstoß der neuen Saison erfolgt ist, lassen einige Fans sich in die Karten schauen und geben für Sie die Pläne die kommende Saison Preis.
Dass die Fans einer Gastmannschaft ein ausgedientes Stadion verabschieden, kommt selten vor. Zur Abschiedsvorstellung im Stade de la Maladière von Xamax Neuchâtel erinnerten die angereisten Fans von Grasshopper Zürich mit Transparenten an die Momente, die sie mit dem Stadion verbinden: „Sonderzug“ als Erinnerung an die immense Zahl von 2.000 Zürchern, die im Frühjahr 1997 mit eben diesem in die Westschweiz fuhren, sowie „Cuphalbfinale“, da Zürich hier in der Saison 02/03 mit einem legendären 10:11 nach Elfmeterschießen die Endspielteilnahme verpasste. Zum Abschluss folgte das Spruchband „Adieu Maladière“.
Erst seit wenigen Monaten besteht in Hannover die Fan-Dachorganisation „Rote Kurve“. Während die Mitgliederzahl inzwischen auf 900 anstieg, gibt es im formalen Bereich noch Startschwierigkeiten.
Wie es sich gehört, stattete sich die Organisation mit einer dazugehörigen Satzung aus.
ach der letztjährigen Premiere in Mailand war es am 19. Juni dieses Jahres die „Federossoblu Bologna“, welche die Ultra-Gruppierungen des Landes in die Emilia Romagna einlud. Fans von insgesamt 84 italienischen Vereinen (davon auch sieben vom Basketball) folgten dem Aufruf, um an einem Aufmarsch teilzunehmen, der in dieser Größe hierzulande nur schwer vorstellbar wäre.