Neuerungen in den Fanszenen der 2. Liga

Faszination Fankurve 01.08.2004 0 Kommentare

Schon bevor der erste Anstoß der neuen Saison erfolgt ist, lassen einige Fans sich in die Karten schauen und geben für Sie die Pläne die kommende Saison Preis.

In Duisburg sammeln die Anhänger, um beim ersten Heimspiel Doppelhalter mit den Porträts aller Spieler des Kaders präsentieren zu können. Ein „Künstler“ ist bereits engagiert. In Unterhaching freut man sich auf ein Spiel gegen den größten Rivalen 1860 und wird sich bei den Aktionen auf eben diese Begegnungen konzentrieren. Und schließlich feiert Rot-Weiß Oberhausen in der kommenden Saison 100-jähriges Jubiläum, weshalb die Fans jetzt schon drüber nachdenken, was man zum Fest zeigen könnte. Doch am Niederrheinstadion stehen noch andere Veränderungen an. Wenn die Stadt das ausrangierte Freibad hinter der Gegentribüne zu einem zweiten Stadionvorplatz umwandeln sollte, dann wird auch der Stand der Interessegemeinschaft der Fanclubs (IGF) dort ein neues zu Hause finde, denn an seinem bisherigen Standort vor der Haupttribüne findet dieser nur bei wenigen RWO-Fans Beachtung. Solch einen Dachverband soll es demnächst auch bei Greuther Fürth geben. Hoch im Kurs steht derzeit der Name „Sportfreunde Ronhof“. In Karlsruhe ist man schon einen Schritt weiter, strebt aber eine Steigerung der bisher 1.400 Mitglieder der „Supporters Karlsruhe“ an, um so mehr Gewicht im Verein zu bekommen. Zudem wird es hier in der kommenden Saison eine Mikrofonanlage geben, mit welcher der Support koordiniert werden soll. Der Vorsänger wird deshalb seinen Platz im Sitzplatz-Block L aufgeben und diesen hinunter zum Zaun verlegen. Wie sich die Ultra-Szene in Aachen entwickeln wird, ist noch offen. Nicht auszuschließen ist, dass sich bis zu 15 Mitglieder der aktuell ca. 65 „Aktiven Alemanniafans“ als „AC-Ultras“ abspalten werden.

Demgegenüber setzt man in Burghausen auf ein verbessertes Zusammenwirken. Treffen zwischen Fanclubvertretern und dem Verein sollen eine regelmäßige Institution werden. Eine neue Heimat haben die Fans von Eintracht Frankfurt gefunden. Im Stadtteil Ostend wurde ein altes Bahnhofsgebäude zum Fanhaus „Luisa“ umgebaut und es wird zukünftig vom Fan-Projekt getragen werden.Derartiges wünsche sich auch die Fans aus Aue, denn sie sind weiterhin auf der Suche nach einem Aufenthaltsraum, den sie auch zur Vorbereitung ihrer Aktionen nützen können.

Die größte Vorfreude herrscht, sieht man einmal von den Aufsteigern ab, sicher bei 1860 München: Endlich spielen die Löwen wieder an der Grünwalder Straße und der alte Sechzger-Geist kehrt zurück. Es dürfte keine Überraschung sein, wenn die Fans das Stadion bis an die Kapazitätsgrenze heran mit Dauerkarten belegen werden.

Die Kartenengpässe in Köln können zukünftig auch Nicht-Mitglieder des Fan-Projektes umgehen. Diese waren im Vorjahr vom Erwerb einer Auswärtsdauerkarte ausgeschlossen worden, doch wurde diese Regelung auf Druck der Fans wieder rückgängig gemacht. (Stadionwelt, 01.08.2004)

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