Zuschauerzahlen Serie A 2013/14
Vor knapp zwei Wochen ist die italienische Serie A zu Ende gegangen. Die meisten Fans in der Saison 2013/14 lockte erneut Inter Mailand ins Stadion, dahinter folgen der SSC Neapel und AS Rom.… mehr
Zwei große Namen des italienischen Fußballs konnten am Sonntag gemeinsam ihre Rückkehr in die Serie A feiern: Da Piacenza gegen Triest nicht gewann, genügte den Teams von FC Genoa 1893 und SSC Napoli ein torloses Unentschieden.
Knapp zwei Wochen nach Inkrafttreten des neuen Sicherheitsdekretes der italienischen Regierung zeigt sich immer deutlicher, dass der Gewalt in den Stadien damit in keiner Weise beizukommen ist. Die Kurven werden zeitgleich immer farbloser.
Ein Monat ist seit den Ausschreitungen von Catania vergangen und fast alle italienischen Stadien sind inzwischen zumindest wieder für die Dauerkartenbesitzer geöffnet. Ein Blick auf die Entwicklung in den italienischen Kurven.
Aus Protest gegen die in den letzten Wochen erlassenen Maßnahmen der italienischen Regierung riefen die Ultragruppen und Fanclubs Sampdoria Genuas zu einem Boykott des Heimspiels am vergangenen Mittwoch gegen Atalanta Bergamo auf.
Im Gespräch mit der Koordinationsstelle Fan-Projekte äußerte sich Carlo Balestri über die Fanbetreuung im Land des Weltmeisters. Der Begründer von Progetto Ultra hat die Hoffnung, dass sich vor allem bei der Präventionsarbeit etwas tun könnte.
Am Mittwochabend hat die italienische Regierung ein Dekret zur Verhinderung von Fußball-Gewalt verabschiedet. Es tritt ab sofort in Kraft. Wie erwartet werden einige Stadien bis auf weiteres nur Geisterspiele zu sehen bekommen.
Beim sizilianischen Derby zwischen Catania Calcio und US Palermo ereigneten sich am Freitagabend die schwersten Ausschreitungen im italienischen Fußball seit Jahren. Ein Polizist bekam einen Sprengkörper ins Gesicht und erlag den Verletzungen.
Zwingen Italiens gewaltbereite Tifosi den Fußball in die Knie? Luca Pancarelli, der Präsident des FIGC, droht nach den Ereignissen der letzten Woche mit einer Absage des am kommenden Wochenende anstehenden Spieltags.
Stadionverbote für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in italienischen Stadien sind nicht gesetzmäßig. Dies geht aus einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts der Region Latium hervor, das mit seinem Urteil drei entsprechende Strafen aufhob.
Bereits bevor der Betrugskandal publik wurde, schien ein Großteil der italienischen Kurven von einer Stimmung allgemeiner Unzufriedenheit erfasst worden zu sein; aus den verschiedensten Gründen kam es im ganzen Land zu Protesten.
„Armer Fußball… zerschmettert vom Machtmissbrauch schändlicher Leute, die keine Scham kennen“ – das Spruchband vor der Gradinata Sud Sampdoria Genuas drückte wohl am besten aus, was fast alle fußballbegeisterten Italiener im Moment empfinden.
„+decreti -spettatori“, „mehr Gesetze, weniger Zuschauer“ – unter diesem Motto steht der Protest des vereinsübergreifenden „Movimento Ultras“ gegen die von Innenminister Pisanu erlassenen Neuregelungen, die durch den Senatsbeschluss vom 10. Oktober auch gesetzlich verankert wurden.