Standard Lüttich-Ultras sagen Treffpunkt am Römer ab
Vorm heutigen Europa League-Auswärtsspiel von Standard Lüttich bei Eintracht Frankfurt hat das Ultras Inferno aus Lüttich einen Treffpunkt in der Frankfurter Innenstadt ausgerufen. Die… mehr
Die Ultras Inferno zündeten beim Auswärtsspiel von Standard Lüttich am Sonntag in Charleroi Bengalische Fackeln und Böller. Zahlreiche Bengalos landeten auf dem Spielfeld. Der Verein reagierte nun und entzog der Ultràgruppe die Tickets für die kommenden Auswärtsspiele.
Roland Duchâtelet, der vor vier Jahren für 41 Millionen Euro Anteile des belgischen Erstligisten Standard Lüttich erworben hatte, hat diese verkauft. Der Gründer des Energiekonzerns Lampiris und Vizepräsident des Vereins, Bruno Venanzi, ist nun Besitzer dieser Anteile.
Nach der Choreografie der Ultras Inferno mit dem abgeschlagenen Kopf des ehemaligen Standard Lüttich Spieler Steven Defour (Faszination Fankurve berichtete) melden sich nun die Macher der Blockfahne, die Ultras Inferno zu Wort und kritisieren den Medienhype um die Aktion.
Vor dem gestrigen Klassiker zwischen Standard Lüttich und dem RSC Anderlecht zeigten die Ultras aus Lüttich eine Choreografie unter dem Motto „Red or dead“. Auf einer Blockfahne war der abgetrennte Kopf des ehemaligen Standard Spielers Steven Defour zu sehen.
Standard Lüttich steckt in einer sportlichen Krise. Das gestrige Spiel gegen SV Zulte Wargem wurde in der 90. Minute abgebrochen, nachdem Lütticher-Fans das Spielfeld betraten. Sie wollten ihrem Frust über die sportliche Talfahrt Luft machen und gegen Trainer und Vereinsbesitzer protestieren.
Die Gruppe Ultras Inferno von Standard Lüttich feierte am vergangenen Wochenende ihr 15 jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass zeigte die Gruppe eine beeindruckende Choreografie. Glückwünsche erhielten die Ultras Inferno 1996 von befreundeten Gruppen aus St. Pauli, Nicosia, Tel Aviv und Den Bosch. Die Spieler von Standard liefen mit Shirts der Gruppe ein.
Der 29. Spieltag der belgischen Jupiler League wurde vom Angriff auf Rudy Riou vom RSC Charleroi überschattet. Die mitgereisten Standard Lüttich-Anhänger bewarfen den Mann zwischen den Pfosten der Heimmannschaft in Durchgang zwei mit mehreren pyrotechnischen Gegenständen.
Entgegen eines angekündigten Boykotts hatten sich Fans des belgischen Meisters Standard Lüttich am Wochenende doch auf die Reise zum Auswärtsspiel bei Germinal Beerschot gemacht. Zuerst wollte man auf den Trip in den Norden des Landes verzichten.
Vergleichsweise hohe Eintrittspreise sind im belgischen Fußball nicht weiter ungewöhnlich. Beim Spiel zwischen Racing Genk und Standard Lüttich kam es am Sonntag im Gästeblock der Cristal-Arena aus genau diesem Grund zu Protesten.