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Ausführliche Gegendarstellung vom Karlsruher SC zur Berichterstattung der Polizei
Faszination Fankurve06.05.20250 Kommentare
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Der Polizei-Einsatz am Rande des Südwest-Derbys sorgt weiter für Empörung. Auf einen fragwürdigen Polizeibericht folgt nun eine ausführliche Gegendarstellung vom Karlsruher SC.
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Wie Faszination Fankurve gestern berichtete, fand vor dem Südwestderby zwischen Kaiserslautern und Karlsruhe ein umstrittener Polizei-Einsatz an den Eingängen der Heimkurve statt.
Die Berichterstattung der Polizei zu vergangenem Sonntag löst Unverständnis auf der anderen Seite aus. So widersprechen sowohl Vereinsvertreter als auch Sicherheitsmitarbeiter und Fans dem Polizeibericht. Mit eindeutigen Worten und Aufforderungen hat der Karlsruher SC nun eine ausführliche Gegendarstellung zu den Vorkommnissen veröffentlicht.
(Faszination Fankurve, 06.05.2025)
Faszination Fankurve dokumentiert die Stellungnahme vom Karlsruher SC:
STELLUNGNAHME DES KARLSRUHER SC ZU DEN VORKOMMNISSEN VOR DEM HEIMSPIEL GEGEN DEN 1. FC KAISERSLAUTERN
Zu den Vorkommnissen vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern sowie der Pressemeldung der Polizei Karlsruhe vom 05.05.2025 nimmt der KSC wie folgt Stellung.
Der Sicherheitsbeauftragte des KSC wurde gegen 12 Uhr durch die Polizei informiert, dass Mängel in der Qualität der Einlasskontrolle auf der Südtribüne festgestellt wurden. Auf Rückfrage des Sicherheitsbeauftragten zu detaillierteren Informationen, um als Veranstalter gegen die vermeintlichen Schwachstellen vorzugehen, konnte die Aussage seitens der Polizei nicht konkretisiert werden und keine weiteren Informationen übermittelt werden. Der Sicherheitsbeauftragte informierte umgehend den Veranstaltungsleiter sowie den Bereichsleiter des Sicherheitsdienstes, welche sich zu diesem Zeitpunkt vor Ort im Bereich der Einlasskontrolle befanden. Beide konnten keine sichtbaren Mängel bei der Einlasskontrolle feststellen. Der Veranstaltungsleiter informierte sich bei den vor Ort befindlichen Einsatzkräften der Polizei, welche vermeintlichen Mängel festgestellt wurden. Daraufhin wurde ihm mitgeteilt, dass die Qualität der Personenkontrolle an den Drehkreuzen unzureichend sei. Aus diesem Anlass wurde der eingesetzte Sicherheitsdienst nochmals angewiesen, die Kontrollen intensiv durchzuführen. Weitere Forderungen der Polizei Karlsruhe zur Nachbesserung der Einlasskontrolle sind zu keinem Zeitpunkt an die Verantwortlichen des KSC übermittelt worden.
Der von Seiten der Polizei Karlsruhe in der heutigen Pressemitteilung geäußerte Verdacht, dass verbotene Gegenstände in das Innere des Stadions gebracht werden könnten, wurde den Verantwortlichen des KSC weder zum Zeitpunkt der Einlassphase noch im weiteren Verlauf kommuniziert.
Darüber hinaus verlief die separate Kontrolle der durch die aktive Fanszene mitgeführten Fanutensilien ohne Beanstandungen. Eine davon abweichende Beurteilung durch die Polizei ist uns bis heute nicht bekannt.
Die Äußerung, dass eingesetzte Beamte der Polizei aktiv bedrängt wurden, wurde durch die vor Ort befindlichen Verantwortlichen des KSC nicht wahrgenommen und kann nicht bestätigt werden. Auch gab es keine hörbare Aufforderung der Polizei an die Fans, das vorgeworfene Verhalten zu unterlassen. Die daraufhin plötzlichen und unerwartet durchgeführten Maßnahmen der Polizei (Einsatz von Schlagstock, Fußtritte sowie Faustschläge gegen Fans) wurden aus Sicht des KSC ohne konkret erkennbaren Anlass durchgeführt und auch nicht angekündigt.
Um den unkontrollierten Zutritt zum Stadion zu vermeiden, wurden die Einlasstore kurzfristig und umgehend geschlossen. Dass einzelne Personen aufgrund der eingetretenen Dynamik über die Drehkreuze geklettert sind, kann nicht ausgeschlossen werden. Die Aussage, dass diese Personen im Vorfeld nicht kontrolliert worden sind, kann nach jetzigem Kenntnisstand nicht bestätigt werden.
Eine weitere Eskalation der Situation konnte durch das gemeinsame kommunikative und somit deeskalierende Eingreifen von Verantwortlichen des KSC sowie von einzelnen Anhängern der aktiven Fanszene verhindert werden. Nach Rücksprache mit dem DRK begaben sich mehrere Personen, welche durch den Einsatz von Schlagstöcken verletzt wurden, in sanitätsdienstliche Behandlung.
Geschäftsführer Michael Becker: “Wir können die Situation vor Ort sehr gut beurteilen. Es waren mehrere Verantwortliche unseres Clubs zugegen und wurden Augenzeugen des Vorfalls. Alle bestätigen übereinstimmend, dass es zu keinem Zeitpunkt Handlungen der Fans gegeben hat, welche die unverhältnismäßige und gewalttätige Aktion der Polizei auch nur annähernd gerechtfertigt hätte. Zudem bedauern wir, dass Kinder und Familien die Situation als Augenzeugen miterleben mussten. Wir haben die Polizei bereits mit der Bitte kontaktiert, uns die aufgezeichneten Kamerabilder zur Verfügung stellen. Darüber hinaus haben wir als KSC ein klärendes Gespräch mit der Polizeipräsidentin und dem am Spieltag eingesetzten Einsatzleiter angefragt. Allen Verletzten und zu Schaden gekommenen Personen wünschen wir gute Besserung.”
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