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Auseinandersetzungen zwischen FCC- & BSG-Fans hinter der Südkurve
Faszination Fankurve01.12.20240 Kommentare
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Im Nachgang des gestrigen Aufeinandertreffens zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und der BSG Chemie Leipzig in Regionalliga-Nordost kam es hinter der Südkurve des Ernst-Abbe-Sportfeldes zu Auseinandersetzungen beider Fanlager. Zuvor hatten Gästefans im Gästeblock und hinter der Kurve Pyrotechnik gezündet und diese Richtung FCC-Fans geworfen.
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Foto: Faszination Fankurve
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Anschließend wurden durch Fans Tore zum Pufferbereich zwischen Gästeblock und Südkurve geöffnet und es kam zum Aufeinandertreffen beider Fanszenen: „In der Folge kam es kurzzeitig zu einem unkontrollierten Aufeinandertreffen beider Fanlager mit enthemmter Gewaltanwendung. Die Situation konnte durch die dazwischen gehenden Polizeikräfte nur unter dem Einsatz von Reizgas und dem Einsatzstock unterbunden werden. Hinter der Südtribüne mussten mehrere massive Sachschäden konstatiert werden, so wurden Pufferzäune teils erheblich beschädigt und unbrauchbar gemacht Im Einsatzverlauf wurden zehn Polizeibeamte sowie fünf Ordner verletzt. Auch wurden insgesamt 64 verletzte Zuschauer, sowohl Heim- als auch Gästefans, bekannt. Insgesamt wurden 40 Straf- sowie Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt“, schilderte die Landespolizeiinspektion Jena ihre Sicht auf die Vorfälle.
Bereits im Vorfeld des Regionalliga-Spiels ging die Polizei mit Pfefferspray und Schlagstöcken gegen Ultras des FC Carl Zeiss Jena vor. Bei einem Fanmarsch zum Ernst-Abbe-Sportfeld schritt die Polizei mit Gewalt ein, weil die FCC-Fanszene über die Stadtrodaer Straße in Richtung Südkurve ziehen wollte. (Faszination Fankurve, 01.12.2024)
Update 01.12.2024:
Am heutigen Sonntag hat die BSG Chemie Leipzig eine Stellungnahme zu den gestrigen Vorfällen in Jena veröffentlicht und darin erklärt: „1200 Chemie-Fans sind nach Jena gereist und haben ihre Mannschaft selbst angesichts einer sich früh abzeichnenden, hohen Niederlage lautstark unterstützt. Dieses positive Bild ist angesichts des Fehlverhaltens einer Minderheit in den Hintergrund getreten. Den Tag werden wir deshalb nicht nur wegen der Leistung auf dem Spielfeld in schlechter Erinnerung behalten. Als Verein haben wir gestern großen Schaden erlitten. Nach unseren bisherigen Erkenntnissen sind wiederholt Feuerwerkskörper aus dem Gästeblock in Richtung des gegnerischen Heim-Fanblocks geflogen. Nach Spielende ist es offenbar zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen beiden Fanlagern hinter der Tribüne gekommen. Insgesamt ist von 79 Verletzten die Rede, darunter zehn Polizisten und fünf Mitarbeiter des Ordnungsdienstes. Wie genau es zu den Schlägereien hinter der Tribüne gekommen ist, darüber verschaffen wir uns derzeit noch einen Überblick. Wie viele Personen durch Gewaltanwendung der Fanlager verletzt wurden und wie viele durch den Einsatz von Pfefferspray der Polizei, ist aktuell noch unklar. Kein Zweifel besteht daran, dass aus dem Gästeblock wiederholt Feuerwerkskörper, darunter auch sogenannte Leuchtspuren, in Richtung des gegnerischen Fanblocks geworfen bzw. geschossen wurden. Glücklicherweise erreichten diese ihr mutmaßliches Ziel nicht. Wir stellen dennoch fest: Solche Handlungen, die dazu geeignet sind, auf diese Weise schwere Verletzungen bei anderen Menschen hervorzurufen, sind verachtenswert. In der Vergangenheit war es ein Pfund der Chemie-Fans, auch der aktiven Fanszene, dass bestimmte Grenzen nicht überschritten wurden. Eine Minderheit hat hier jedoch eine solche Grenze deutlich übertreten. Die BSG Chemie Leipzig stellt fest: Gewalt in Form von körperlichen Auseinandersetzungen, insbesondere durch den Einsatz von Pyrotechnik gegen Menschen, verurteilen wir. Das hat bei unseren Fußballspielen nichts verloren und wird von uns nicht toleriert. Wir werden auf sämtlichen Ebenen dafür eintreten, dass sich ein solches Fehlverhalten künftig nicht wiederholt, und dafür auch das Gespräch mit unserer aktiven Fanszene suchen. Werden Personen, die Pyrotechnik in Richtung anderer Menschen geworfen oder geschossen haben, zweifelsfrei identifiziert, wird die dafür zuständige Stadionkommission aktiv werden und Stadionverbote verhängen. Wir wünschen den verletzten Mitarbeitern des FC Carl Zeiss Jena sowie allen unbeteiligten Fans, die verletzt wurden, gute und schnelle Besserung. Beim FC Carl Zeiss Jena bedanken wir uns für den jederzeit konstruktiven und fairen Austausch vor und nach dem Spiel.“
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