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LASK reagiert auf kreativen Waschmaschinen-Protest mit Stadionverboten
Faszination Fankurve12.04.20240 Kommentare
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In der Nacht von Sonntag auf Montag wurden am Stadionparkplatz in Linz Waschmaschinen abgestellt. Beim Auswärtsspiel des Linzer ASK bei Sturm Graz wurde dann deutlich, dass es sich bei der Aktion vom Fanproteste handelte. Der LASK sprach wegen der friedlichen Aktion nun sechs unbefristete Stadionverbote gegen eigene Fans aus.
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Foto: Faszination Fankurve
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„Beim Auswärtsspiel gegen den SK Sturm setzte die aktive Fanszene erneut ein kreatives Ausrufezeichen, um der Abneigung gegen den – mittlerweile in Graz leider zur Gewohnheit arrangierenden – Auftritt in sponsorfarbenen Dressen Ausdruck zu verleihen. Nachdem der Gästesektor, wie bei Protesten üblich, für die ersten 19:08 Minuten frei gelassen wurde, folgte nach Betreten des Blocks eine Choreographie, die abermals den Wunsch nach den unserer Ansicht nach einzig legitimen Farben bei Auswärtsspielen unterstreichen sollte: Eine in der Mitte des Sektors angebrachte, überdimensionierte Waschmaschine wurde zunächst mit rosafarbenen Trikots gefüttert, die anschließend – „reingewaschen“ – als rot-schwarze Längsstreifentrikots wieder herauskamen und auf einer Wäscheleine aufgehängt wurden. Parallel dazu wurden Waschmittel-Tabs auf das Spielfeld geworfen um einen kurzminütigen Spielunterbruch zu provozieren, der die Aufmerksamkeit auf den Protest zusätzlich verstärken sollte. Abgerundet wurde die Aktion nach dem Spiel – thematisch passend – durch einige alte, vor dem Stadion auf der Gugl deponierte Waschmaschinen. Ein daneben angebrachtes Spruchband richtete sich zudem ein weiteres Mal mit appellierenden Worten an den Vorstand. Bleibt zu hoffen, dass hier bald ein Umdenken einsetzt. Die heimische Medienlandschaft berichtete im Gegensatz zu manch anderen vergangenen Aktionen sehr umfassend über den oft als „kreativen“ bezeichneten Protest – und ging dabei teilweise auch detailliert auf die Motive der Fanszene ein. Für uns ein Beleg dafür, dass die Wahl der Fanszene, zu polarisierenderen Protestformen zu greifen, in diesem Fall aufgegangen ist“, blickte die Initiative Schwarz-Weiß auf die Protestaktion in Graz und Linz zurück. Die Initiative gründete sich, um identitätsstiftende Merkmale des LASK zu erhalten, darunter auch die Trikots in den Vereinsfarben. Deshalb positionierte man sich regelmäßig zu den pinken LASK-Trikots. So auch am vergangenen Sonntag beim Auswärtsspiel im Liebenauer Stadion in Graz, wo die Trikots gewaschen wurden und wieder in den Vereinsfarben erschienen.
Der LASK reagierte auf die kreative Protestaktion der eigenen Fans mit der Aussprache von sechs Stadionverboten. Betroffenen von diesen Hausverboten sind fünf Personen, die dem eingetragenen Verein „Landstrassler – Verein zur Förderung des Zusammenhalts der aktiven Fanszene des Linzer ASK“ vorstehen. Die sechste Person ist dem LASK offenbar als Person der Initiative Schwarz-Weiss bekannt. (Faszination Fankurve, 12.04.2024)
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Faszination Fankurve dokumentiert die Stellungnahme der Landstrassler zu den Stadionverboten:
LASKla!
Die LASK GmbH hat am Dienstag sechs unbefristete Hausverbote ausgeschickt, die im Zusammenhang mit den Protestaktionen am Sonntag in Graz und auf der Gugl stehen.
Den Blick konkret auf Empfänger und Inhalt der Schreiben gerichtet, wird schnell deutlich, dass sich die LASK GmbH im Vereinsregister umgesehen hat. Alle fünf angeführten Personen (Obmann, Obmann Stellvertreter, Kassier, Kassier Stellvertreter, Schriftführer) nehmen offizielle Positionen im eingetragenen Verein "Landstrassler - Verein zur Förderung des Zusammenhalts der aktiven Fanszene des Linzer ASK" ein und haben das Hausverbotsschreiben des LASK erhalten. Diese werden offensichtlich allein aufgrund ihrer Position persönlich beschuldigt, in der Nacht von Sonntag auf Montag Waschmaschinen am Stadionparkplatz abgestellt zu haben. Umso absurder wird dieser Vorwurf, als dass sich beispielsweise einer der Betroffenen aktuell auf Auslandssemester befindet und am Sonntag über 1600 Kilometer von Linz entfernt die Mannschaft des LASK verfolgte. Zudem haben wir bereits von zwei Personen erfahren, die zufällig den selben Namen haben wie die Betroffenen und nun ebenso ein Hausverbot des LASK erhalten haben.
Die sechste Person ist dem Verein durch die kritische Arbeit der Initiative Schwarz-Weiss bekannt und erhielt als einzige weitere Person ebenso Post der LASK GmbH. Ihr wird vorgeworfen, rund um die 25. Minute Waschtabs aufs Spielfeld geworfen beziehungsweise dazu beigetragen zu haben. Auf sämtlichen Bildern und Videos (auch dem Zusammenschnitt von einem Fernsehsender) ist jedoch zu erkennen, dass diese Person zu diesem Zeitpunkt lediglich die Wäscheleine im Sektor mit rot-schwarzen Dressen behängte und keine Waschtabs berührte. Der Artikel der Initiative Schwarz-Weiss vom Montag, in dem auf die Aktionen der Fanszene vom Wochenende zurückgeblickt wurde, wird in dem Schreiben der GmbH absurderweise als Bekennerschreiben gewertet. Gegen alle sechs Personen wird zudem auf Bestreben der LASK GmbH ein Verfahren für ein österreichweites Stadionverbot eingeleitet.
Wir sehen dies als unhaltbaren Angriff auf Landstrassler, auf alle Fans des Linzer ASK und nicht zuletzt auch auf eine kritische und unabhängige Berichterstattung rund um unseren Verein. Die LASK GmbH sperrt nicht zum ersten Mal willkürlich Personen aus und erhebt sich damit zu einer Instanz, die glaubt entscheiden zu können, wer den LASK sehen darf und wer nicht. Der vorläufige Höhepunkt einer in den letzten Jahren stattgefundenen Entwicklung ist erreicht und zwingt uns zu weiteren Schritten.
Wir haben uns daher dazu entschlossen, dass wir beim morgigen Spiel keinen normalen Spielbetrieb garantieren wollen und wir 90 Minuten lang keine Stimmung organisieren werden. Unter diesen Umständen ist es für uns undenkbar, zum Alltag überzugehen. Während jahrelange Fans und unsere Brüder grundlos vor dem Stadion ausharren müssen, werden wir der GmbH sicher keine heile Welt vorgaukeln. Wir werden uns bis zum nächsten Heimspiel intensiv Gedanken dazu machen und uns auf einen Kurs für die nächste Zeit festlegen. Ein derartiger Angriff auf Fans des LASK kann und wird nicht unbeantwortet bleiben.
Der Verkaufsstand findet trotzdem statt. Ihr findet uns dieses Mal beim Cafe Froschberg, Ziegeleistraße 81. Für Gespräche und weitere Informationen stehen wir dort ebenso bereit und sind dankbar für jeden Input.
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