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Provokante Choreo beim Schweizer Rhone-Derby Servette FC Genève – FC Sion

SL 28.10.2026 0 Kommentare

Ein weiteres Derby im französischsprachigen Teil der Schweiz fand am vergangenen Samstag statt. Vor 11.800 Zuschauern trafen der Servette FC und der FC Sion im Schweizer Rhone-Derby aufeinander. Die Fankurven zeigten Choreografien, Pyrotechnik und Spruchbänder. Spannend war vor allem das provokante Intro der Heimseite, das sich nicht nur gegen den heutigen Gegner richtete.

Das Schweizer Rhone-Derby

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Während das Rhone-Derby in Frankreich bekanntlich zwischen Olympique Lyon und AS Saint-Étienne ausgetragen wird, findet das Derby mit dieser Bezeichnung in der Schweiz zwischen dem Servette FC und dem FC Sion statt. Es sind die größten Städte, an denen die Rhone in der Schweiz entlangfließt.

Während Sion nicht einmal 40.000 Einwohner hat, ist Genf mit über 210.000 Einwohnern hinter Zürich die zweitgrößte Stadt der Schweiz. Je nach Strecke, zwischen den beiden Städten liegen beachtliche Berge, wenn man die Luftlinie betrachtet, beträgt die Entfernung zwischen Sion und Genf etwa 150 km.

Erfolgreiche Clubs

Mit 17 Meisterschaften und acht Pokalsiegen gehören die Genfer zu den erfolgreichsten Mannschaften des Landes. Seit der Jahrtausendwende holte man allerdings nur zwei Titel in Form der Cupsiege 2001 und 2024.

Der FC Sion holte zweimal die Meisterschaft sowie dreizehnmal den Cup in den Wallis. 1997 gelang gar das Double. Der letzte Titelgewinn war der Cupsieg 2015. Nur acht Jahre später stieg der FC Sion überraschend in die Challenge League ab, aus der man 2024 allerdings direkt wieder aufstieg und in diesem Jahr gar international spielte. Nach dem ereignisreichen Aufeinandertreffen mit Ajax Amsterdam in der Conference-League-Qualifikation war allerdings Schluss.

Extrazug für den Gradin Nord

Als es am vergangenen Samstag am Genfersee zum Rhone-Derby kommen sollte, hatte der Gradin Nord Glück und bekam für diese Auswärtsfahrt einen Extrazug bereitgestellt. Aktuell kommt es zu neuen Streitereien zwischen der SBB und den Fanszenen sowie Vereinen. Faszination Fankurve berichtete darüber.

Der Extrazug startete in Brig, wo das Einzugsgebiet der Szene beginnt. Nach einigen Stopps, darunter natürlich in Sion, erreichte man Genf nach etwa drei Stunden.

Choreo, Pyro und solidarisches Spruchband im Gästeblock

Über 700 Gästefans waren unter den insgesamt 11.800 Zuschauern zugegen. Mit einer optischen Aktion unter dem Motto „Forza Sion“ startete der Gradin Nord in die Partie. Unter einem Spruchband mit besagter Botschaft sah man rot-weiße Schwenkfahnen sowie das Vereinslogo und zwei symbolträchtige Festungen aus Sion.

Später folgte eine Pyroaktion. Fünf große Fontänen wurden am Zaun gezündet, dahinter stieg roter Rauch empor. Auch abseits dieser Aktion gab es bei den Gästefans immer wieder Pyro zu sehen.

Mit einem Spruchband zeigte man sich solidarisch mit der Heimseite, bei der jüngst das schikanierende Kaskadenmodell griff. Auslöser waren die Vorfälle im Léman-Derby bei Lausanne-Sport vor wenigen Wochen. Faszination Fankurve berichtete darüber.

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Leere Kurven beim Léman-Derby zwischen Lausanne und Genf

Beim Léman-Derby zwischen Lausanne-Sport und Servette FC blieben am Sonntag die Fankurven leer. Nachdem sich die Servette-Ultras aufgrund der Bedingungen rund um den Gästetransport und die Einlasskontrollen gegen einen Stadionbesuch entschieden hatten, verließ auch die Lausanne-Kurve aus Solidarität das Stadion. Auf den Rängen zeigte man mehrere Spruchbänder anlässlich der Repression. Aufgrund eines Vorfalls nach Abpfiff greift zudem bei den nächsten Spielen von Servette das umstrittene Kaskadenmodell. Servette-Fans verzichten auf StadionbesuchBereits im Vorfeld des Derbys war die Anreise der Genfer Fans Thema. Erst zwei Tage vor dem Spiel wurde ein von beiden Vereinen und der Swiss Football League ausgearbeitetes Transportkonzept von den Waadtländer Behörden genehmigt. Dieses sah vor, die Servette-Fans vom … mehr

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Provokante Choreo der Section Grenat 1988

Die Heimseite rund um die 1988 gegründete Section Grenat zeigte zu Spielbeginn eine provokante Choreografie. So war groß am Zaun der sinnbildlich übersetzte Spruch „Die Section stürzt die anderen in den Abgrund“ zu lesen. Dahinter zeigte man einen Zombie sowie fünf Grabsteine.

Jeder einzelne Grabstein war einer nicht mehr existierenden Gruppe des FC Sion oder anderer regionaler Feinde gewidmet: Fanatix (2003–2012) von Neuchâtel Xamax, Red Side Sion (1996–2011), Rabiosos (2006–2013) von Lausanne-Sport, Ultras Sion (1994–2013) sowie Freaks Sion (2006–2017). Letztgenannte lösten sich nach dem Fahnenverlust an Fans des FC Basel auf. Faszination Fankurve berichtete darüber.

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Videos: FC Basel Fans klauten Freaks Sion Zaunfahne

Drei Fans des FC Basel klauten gestern in der Halbzeitpause des Heimspiels gegen den FC Sion die Zaunfahne der Freaks Sion vom Zaun des Gästeblocks und liefen anschließend über das Spielfeld in die Muttenzerkurve. Dort wurde die Ultrà-Zaunfahne später verbrannt. … mehr

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Szeneinterner Konflikt in Genf

Die Section Grenat 1988 gehört zu den ältesten und größten Gruppen der Schweiz. Doch auch hier ist in letzter Zeit nicht alles harmonisch. Mit Les Plus Malins gibt es seit wenigen Jahren eine Abspaltung von der restlichen Kurve. Verschiedene Themen sorgen für ein extrem angespanntes Verhältnis zur Section Grenat. So eskalierte die Situation im August dieses Jahres beim Auswärtsspiel in Zürich. Obwohl die LPM zu diesem Zeitpunkt in einem anderen, räumlich getrennten Bereich positioniert war, griff die SG88 während der Partie mit Pyrotechnik an.

Aktuelle Gruppen des Gradin Nord

Nach den Auflösungen von Red Sion, Ultras Sion und Freaks entstand eine Neuausrichtung des Gradin Nord. Es bildeten sich allerdings auch neue Gruppen. Aktuell gehören dazu: Rabiat 39, Lousy Scum, Ibi Sumus und Red Tigers.

Pyroaktion und Derbysieg der Hausherren

Auf dem Rasen konnten sich die Gastgeber klar durchsetzen und einen 3:0-Heimerfolg im Derby erzielen. Nach 18 Spielminuten führte der Servette FC bereits mit 2:0. Der FC Sion steht nach Ende des Spieltags allerdings weiterhin auf Platz drei der Tabelle. Die Genfer wiederum belegen Platz sechs.

Zelebriert wurde dieser Derbysieg unter anderem mit Pyrotechnik. Schon vor dem Abpfiff gab es allerhand zu bestaunen.