In dieser Woche wird weiter über eine mögliche Sperrung des K-Blocks als Teil der Strafe für die Randale gegen Hertha BSC verhandelt. Schon in wenigen Wochen könnte diese Maßnahme greifen. Die SGD wehrt sich seit Bekanntgabe der Strafe gegen das Urteil. Auch die aktiven Fans beobachten die aktuelle Situation genau.
„Wir sind auf alles vorbereitet“ – Ultras Dynamo zu möglicher Sperrung des K-Blocks
Foto: kblockdynamo
Randale nach geklauter Fahne der Ostkurve Hertha BSC

Am 4. April 2026 trafen die SG Dynamo Dresden und Hertha BSC im Rudolf-Harbig-Stadion aufeinander. Vor ausverkaufter Kulisse zeigten beide Fanszenen beeindruckende Choreografien. Kurz darauf kippte die Stimmung. Weil Dresdner Anhänger an einen Teil der Zaunfahne der Ostkurve von Hertha BSC gelangten und diesen anschließend feierlich im K-Block präsentierten, kam es zu einem Platzsturm und weiteren Scharmützeln. Faszination Fankurve berichtete von der Partie.
Hohe Strafen für beide Vereine
Für beide Vereine endete dieses Spiel mit hohen Strafen seitens des DFB-Sportgerichts. Die Geldstrafe für die Sachsen beträgt 91.200 Euro, wobei Dynamo Dresden bis zu 30.400 Euro für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden darf. Außerdem soll der K-Block temporär gesperrt werden.
Hertha BSC wurde vom DFB-Sportgericht nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen zweier Fälle unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger mit einer Geldstrafe in Höhe von 152.000 Euro belegt. Bis zu 50.500 Euro davon kann der Verein für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden.
Boykott der Hertha-Szene
Als beide Vereine vor wenigen Tagen erneut im RHS aufeinandertrafen, fehlte die Szene der Herthaner von Beginn an. Denn es gab nur die Hälfte der möglichen Tickets. Außerdem waren diese personalisiert. Für die Ostkurve brachte dies das Fass zum Überlaufen. Es wurde zum Boykott aufgerufen. Faszination Fankurve berichtete darüber.
Sperre für den K-Block?
Hinsichtlich des Zuschauerausschlusses gilt, dass die nächsten beiden Heimspiele nach Rechtskraft des Urteils unter Schließung des K-Blocks auszutragen sind. Für ein Heimspiel wurde die Vollstreckung dieser Maßnahme bis Juni 2027 zur Bewährung ausgesetzt. Für das andere Spiel steht bald wohl ein Termin an. Denn Dynamo war in Revision gegangen, allerdings ohne Erfolg.
In dieser Woche soll eine Entscheidung fallen. Unter Umständen könnte bereits das Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth am 6. November davon betroffen sein.
„Wir sind auf alles vorbereitet“ – Ultras Dynamo melden sich zu Wort
Seitens der Ultras Dynamo folgte in dieser Woche eine Meldung zur möglichen Sperrung. Die Botschaft: „K-Block-Sperre? Seid bereit! – Immer bereit!“

So heißt es außerdem bei den Ultras Dynamo: „Wir sind auf alles vorbereitet.“ Man kann also davon ausgehen, dass sich die aktive Szene intensiv mit der Thematik auseinandersetzt und selbst bei einer Sperrung der eigentlichen Fankurve im Stadion zugegen sein wird.
Vor der möglichen Sperre gegen Fürth stehen für die Sachsen allerdings noch zwei andere Heimspiele an. Denn am Sonntag kommt es zum Ostduell zwischen Dynamo Dresden und dem 1. FC Magdeburg. Kurz vor dem Monatswechsel folgt das DFB-Pokalspiel gegen Schalke 04.
Block U trotzte Sperrung
Auch Block U des 1. FC Magdeburg war in diesem Jahr bereits von einer ähnlichen Strafe betroffen. So war die Nordtribüne nach den Ausschreitungen im Heimspiel gegen Dynamo Dresden für die Partie gegen Darmstadt 98 gesperrt. Dennoch war Block U aktiv im Stadion zugegen – Faszination Fankurve berichtete.


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