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Mehrteilige Choreo anlässlich 30 Jahre EFU & optische Aktion der Ultras aus Aue – Eindrücke vom Topspiel Rot-Weiß Erfurt vs. Erzgebirge Aue

Stefan Langer 21.09.2026 0 Kommentare

Vor über 13.215 Zuschauern kam es am vergangenen Samstag zum Topspiel der Regionalliga Nordost zwischen dem FC Rot-Weiß Erfurt und dem FC Erzgebirge Aue. Während man bei den Gästefans eine optische Aktion vernehmen konnte, was seit dem Zaunfahnenverlust der Ultraszene nicht häufig vorkam, sah man auf Heimseite eine mehrteilige Choreografie zu Ehren von 30 Jahre Erfordia Ultras. Unmengen an Pyro durften bei keiner Aktion fehlen. Auch auf dem Platz wurde das Aufeinandertreffen einem Topspiel gerecht.

Topspiel der Regionalliga Nordost

Sowohl der FC Rot-Weiß Erfurt als auch der FC Erzgebirge Aue spielen bislang eine starke Saison. So stehen die Thüringer nach neun Spieltagen an der Tabellenspitze. Drei Punkte dahinter findet man bereits die Mannschaft aus dem Erzgebirge sowie punktgleich den Chemnitzer FC. Im Rahmen des 10. Spieltags sollte es nun zum Topspiel zwischen Erfurt und Aue kommen.

13.215 Zuschauer wohnten der Partie im Erfurter Steigerwaldstadion bei und bildeten somit einen starken Rahmen. Darunter auch über 2.000 Fans aus dem Erzgebirge, die schon vor dem Spieltag für einen ausverkauften Gästeblock sorgten.

Optische Aktion der Ultras aus Aue

Die Ultras der Lila-Weißen treten seit dem Fahnenverlust im Herbst 2025 – Faszination Fankurve berichtete – weiterhin ohne Zaunfahnen oder Tifo-Material auf.

Für Support wird dennoch gesorgt. Ein Anstimmer sowie Trommeln sind ebenfalls mit dabei. Mit Pyrotechnik sowie wenigen, meist trauer- oder protestbedingten Aktionen machte man in jüngster Vergangenheit auch wieder optisch gelegentlich auf sich aufmerksam.

Zum Spiel in Erfurt hatte man wieder eine optische Aktion vorbereitet. So sah man ein riesiges „Schachter“-Banner im Stehplatzbereich des Gästeblocks, wo sich auch die Szene formierte. Dahinter zog eine ordentliche Portion lila Rauch gen Tribünendach des Steigerwaldstadions.

Mehrteilige Choreo anlässlich 30 Jahre Erfordia Ultras 1996

Auf Heimseite gab es in der Steigerwaldkurve ebenfalls etwas zu bestaunen. Hier wurde mit gleich mehreren Choreografien weiter das Jubiläum rund um 30 Jahre Erfordia Ultras 1996 zelebriert. Bereits zum Saisonspiel in Halle weihte die Gruppe ihre neue Auswärtsfahne feierlich ein. Auch seitens der Hallenser Freunde gab es damals eine optische Aktion zu Ehren von EFU96.

Weitere Veranstaltungen anlässlich des Jubiläums fanden ebenfalls in den letzten Monaten statt. Im Heimspiel gegen Erzgebirge Aue sollte nun ein wahres Choreofest folgen. Und auch die neue Auswärtsfahne sollte nicht fehlen, wurde diese doch zentral ins heutige Zaunfahnenbild eingefügt.

„Devastare le Citta 'Picchiare Gli Sbirri“ – ein alter Leitspruch der Gruppe, der übersetzt in etwa „Städte verwüsten, Bullen verprügeln“ bedeutet, war als Spruchband am Zaun der Steigerwaldkurve zu lesen. Dahinter entrollte man eine Blockfahne, deren Hauptbotschaft „30 Jahre Ultras“ lautete. Dazu sah man allerhand Details zu Designs der Gruppengeschichte.

Als die Blockfahne heruntergelassen wurde, hüllten sich die Fans in schwarze und weiße Ponchos. Diese ergaben den Schriftzug EFU. Massig Bengalen in Reihe rundeten diesen Teil ab. Danach blieben die Ponchos noch etwas an und waren Teil des Supports. So setzte man zwischenzeitlich auf Spielereien wie das einzelne Hüpfen der in Weiß gehüllten Fans, während der in Schwarz gekleidete Teil aussetzte.

Es war noch lange nicht genug mit optischen Aktionen. Denn später folgte ein Erfordia Ultras-Spruchband sowie eine Blockfahne, auf der man eine 1996 sowie eine rot-weiß karierte Sturmhaube sah. Die Sturmhaube blieb, der Rest wurde von Zetteln ersetzt. Rauch in Rot und Weiß schoss gen Himmel. Abermals wurde diese Aktion dann von allerhand Fackeln komplettiert.

Rasantes Spiel auf dem Rasen

Auch auf dem Rasen wurde das Spitzenspiel seinem Namen gerecht. Erfurt erwischte den besseren Start und ging kurz vor der Pause in Führung. Aue kam jedoch mit viel Druck aus der Kabine und glich bereits in der 49. Minute aus.

In einer intensiven und körperbetonten Partie blieb es bis in die Schlussphase spannend. Als die Rot-Weißen in der 89. Minute erneut jubeln durften, sah vieles nach einem Heimsieg aus. Doch Aue gab sich nicht geschlagen und wurde in der elften Minute der Nachspielzeit noch mit dem 2:2-Ausgleich belohnt. Damit blieb Erfurt zwar auch nach zehn Spieltagen ungeschlagen, musste sich gegen die Veilchen aber mit einem Punkt begnügen. Dennoch befinden sich die Thüringer nach Abschluss des 10. Spieltags weiterhin an der Tabellenspitze.

Mehr über die Geschichte der Erfordia Ultras 1996 lest ihr im umfangreichen Interview zwischen der Gruppe und ERLEBNIS FUSSBALL.

Einen ausführlichen Spielbericht lest ihr bald im 45 Grad-Kurvenheft.