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Foto: Faszination Fankurve
Im Westfalenstadion stand gestern mit Borussia Dortmund gegen den 1. FC Union Berlin das erste Spiel nach den Vorfällen beim Gastspiel von Hertha BSC beim BVB an. Sowohl im Gästeblock, als auch auf der Südtribüne Dortmund war der umstrittene Polizeieinsatz von Samstag noch Thema.
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Da wirst du Polizist, um die bösen Buben zu schnappen, Mord und Totschlag aufzuklären und was ist? Du musst am Feiertag im Müll der Ultras auf der Südtribüne rumwühlen. #BVBFCUpic.twitter.com/zKFzh5dJZn
So zeigten die Ultras von den Desperados Dortmund zunächst ein Spruchband, auf dem „Blocksturm wegen Pyro?“ geschrieben stand. Anschließend ging auf der Südtribüne ein Plakat hoch, auf dem „Dann kommt, ihr Hunde!“ zu lesen war. Passend dazu wurde eine einzelne Bengalische Fackel entzündet. Anders als am vergangenen Samstag löste die gezündete Pyrotechnik jedoch keinen Polizeieinsatz aus.
Neben den Desperados zeigten auch andere Ultràgruppen vom BVB verschiedene Spruchbänder zum Thema. „Pol-Do: Mehr gesunder Menschenverstand, weniger Twitter!“, hieß es etwa The Unity. „Konsequenzen für Pol-Do Einsatzleiter Freyhoff!“, war der Wortlaut eines weiteres Plakats auf der Südtribüne, mit dem personelle Konsequenzen bei der Dortmunder Polizei gefordert wurden. Auch der Vorwurf, dass die Polizei am Samstag mit ihrem Einsatz eine Eskalation bewusst herbeigeführt habe, wurde geäußert: „Den Einsatz von Pyro dramatisiert – Die Eskalation bewusst provoziert“. Die Jubos erklärten zudem noch: „Pol Do: 'Schlimmeres verhindert'? Eskalation bewusst herbeigeführt – Eure Hetze glaubt euch nur die Presse!“ Im Nachgang des Spiels untersuchten Polizisten noch die auf der Südtribüne zurückgelassenen Spruchbänder. Welche Erkenntnisse daraus gezogen wurden, ist nicht klar.
Auch im Gästeblock zeigten Ultras von Union Berlin, die ein feindschaftliches Verhältnis zu den Ultras von Hertha BSC pflegen, gestern ein Spruchband zum Thema. „Feinde unserer Bewegung – Raus den Kurven! ACAB!“, hieß es dabei. Die Aktion der Union Berlin-Fans zeigt, dass bei Ereignissen, wie am vergangenen Samstag in Dortmund, Rivalitäten zwischen Fanszenen in den Hintergrund treten können und es stattdessen zu Solidaritätsbekundungen kommen kann.
Auf dem Rasen musste der Erstligist aus Dortmund gegen Zweitligisten, wie schon in der ersten Runde in Fürth, auch gestern wieder in die Verlängerung. In den ersten 90 Minuten ging Dortmund zwei Mal in Führung, doch Union Berlin kämpfte sich jeweils zurück. In der letzten Minute der Verlängerung verwandelte Reus den entscheidenden Foulelfmeter zum 3:2 Endstand. Es folgte Jubel bei den BVB-Fans und wie schon vor zwei Jahren große Enttäuschung bei den mitgereisten Union-Fans. Der 1. FC Union Berlin stand somit, wie nach dem Elfmeterschießen beim letzten Pokalspiel in Dortmund, gestern wieder mit leeren Händen da.
Die Union Berlin-Fans zeigten sich beim Spiel in Dortmund zur fanunfreundlichen Anstoßzeit um 18:30 Uhr, wie beim letzten Gastspiel in Dortmund, wieder sehr reisefreudig. Im Gästeblock waren die Union-Fans erneut einheitlich in Rot gekleidet. Aus der Hauptstadt fuhren gestern zwei Sonderzüge nach Dortmund. Anders als beim vorherigen Gastspiel fuhren diese jedoch nun am Westfalenstadion ab und nicht mehr am Hauptbahnhof, was besser funktioniert haben soll. (Faszination Fankurve, 01.11.2018)
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