Vor dem gestrigen Nordderby zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen kam es zu Polizeieinsätzen gegen Ultras und Fans beider Teams. Gegen den Fanmarsch der Nordtribüne Hamburg wurde der Wasserwerfer eingesetzt und vier Busse der Werder Ultras wurden zurück nach Bremen geschickt.
Ein Nordderby zum Vergessen
Foto: Faszination Fankurve
Am Zollamt in Hamburg Waltershof kontrollierte die Hamburger Polizei vier Busse von verschiedenen Ultràgruppen von Werder Bremen. Wie ein Sprecher des Lagezentrums der Polizei Hamburg gegenüber Faszination Fankurve erklärte, soll bei diesen Kontrolle Pyrotechnik und Passivbewaffnung gefunden worden sein. Die Polizei habe daraufhin Aufenthaltsverbote gegen alle Insassen der Busse ausgesprochen, sodass diese Ultràgruppen das Nordderby verpassten und zurück nach Bremen geschickt wurden. Nach Informationen von Faszination Fankurve waren davon die Gruppen Infamous Youth, L'Intesa Verde und das UltrA-Team Bremen betroffen. Die Polizei Hamburg konnte nicht bestätigten, dass in allen der vier Bussen verbotene Gegenstände gefunden wurden. Von den Aufenthaltsverboten waren nicht nur Personen betroffen, bei denen verbotene Gegenstände gefunden wurden, sondern alle Insassen der vier Busse. Die Kontrollen sollen sich über längere Zeit hingezogen haben, sodass die Ultras den Anpfiff wohl auch verpasst hätten, wenn bei der Polizeikontrolle nichts gefunden worden wäre.
Bei Rosengarten in Niedersachsen wurden laut Polizeiangaben weitere drei Busse von Werder Fans kontrolliert, darunter die Ultràgruppe Caillera, bei denen nichts Verbotenes gefunden wurde, weshalb diese Busse weiter zum Volksparkstadion fahren durften.
Die Nordtribüne Hamburg rund um die Ultràgruppe Poptown rief die Elbgaustraße als Treffpunkt für einen Fanmarsch aus. Doch dieser Marsch, der hinter einer „Nordtribüne“ Zaunfahne loszog, kam nur wenige Meter. Die Polizei Hamburg erklärte gegenüber Faszination Fankurve, dass aus der Menge der 800 HSV Fans Böller und Getränkedosen in Richtung der Polizeibeamten geworfen wurden. Die Polizei habe daraufhin die HSV-Fans aufgefordert, dies zu unterlassen. Nach weiteren Würfen wurde letztlich der Wasserwerfer gegen den Fanmarsch eingesetzt. Es kam ebenfalls zu Pfefferspray- und Schlagstockeinsätzen gegen HSV-Fans. Augenzeugen berichten, dass man sich als an den Würfen unbeteiligter HSV-Fan wegen eines Polizeikessels teilweise nicht rechtzeitig aus der Situation entfernen konnte und auch vom Wasserwerfer getroffen wurde. Die Polizei Hamburg wollte hierzu keine Einschätzung abgeben.

Foto: Faszination Fankurve
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