Schmährufe am Weltfriedenstag

Faszination Fankurve 22.09.2008 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Bei Bundesligist Hertha denkt man über einen Stadionneubau nach. Den Fans des Clubs aus der Hauptstadt käme das sicher gelegen. Weniger gelegen kommen dürfte den italienischen Tifosi, dass über die Einführung einer Fankarte nachgedacht wird.

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Mit der Fankarte soll die Gewalt beim Fußball im Mutterland der Ultras eingedämmt werden. Geplant ist, dass Fans ihre Daten beim Verein angeben und so schneller ins Stadion gelangen. Dazu hat die mit einem Mikrochip ausgestattete Fankarte natürlich noch den Effekt, dass die Besitzer schneller identifiziert werden können.

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Derby-Choreo von Stuttgart gegen Karlsruhe.
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Identifiziert wurde ein Anhänger von Roter Stern Belgrad. 2007 war ein Polizist während eines Spiels unter anderem mit Bengalischen Fackeln attackiert worden. Ein Gericht hat einen der potenziellen Angreifer nun zu einer Haftstrafe von zehn Jahren verurteilt. Zwei weitere Fans erhielten Haftstrafen von einem Jahr.

Der japanische Fußballclub Kashima Antlers hat gegen einer seiner Anhänger ein lebenslanges Stadionverbot ausgesprochen. Der Fan des Clubs aus der J-League soll den Spieler eines gegnerischen Teams mit einer Fahnenstange geschlagen haben.

Ein Schlag für den FC Bayern dürfte das Spiel gegen Werder Bremen gewesen sein. Niemals zuvor hatte der Club in der Allianz Arena derart viele Gegentore eingeschenkt bekommen. Die Fans von der Weser skandierten kurzerhand den Namen des ehemaligen Bremer-Kickers Tim Borowski und auch des neuen Bayern-Trainers Jürgen Klinsmann.

Ernst gemeint dürfte der Jubel der Energie-Fans beim 1:0 gegen Bochum gewesen sein. Zwar reichte das Tor letztendlich nur zu einem Punkt, aber dafür war es das erste Ligator der gesamten Saison für den FC Energie.

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Energie-Fans durften den ersten Treffer der Saison bejubeln.
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Viel gängiger ist dagegen, dass Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp bei Spielen der TSG mit Schmährufen bedacht wird. Nicht anders beim Auftritt der Borussia aus Dortmund gegen Hoffenheim am gestrigen Sonntag. Der SAP-Gründer wurde von Teilen der Gästefans verbal bedacht, wofür sich der Club aus Ruhrgebiet nun entschuldigte. Gegen Macher eines Transpis auf dem Hopp und ein Fadenkreuz zu sehen gewesen sind, wird sogar polizeilich ermittelt. Ihnen drohen zudem Stadionverbote. Kürzlich hatte sich bereits Borussia Mönchengladbach für Ausrufe seiner Anhänger beim Spiel gegen Hoffenheim entschuldigt.

DFL und DFB haben für diese Woche (vom 20. bis 28. September) dazu aufgerufen, sich am FIFA-Fairplay-Tag für die Fairplay-Förderung einzusetzen. Dieser Aufruf richtet sich neben Spielern oder Offiziellen auch an Fans. Der FIFA-Fairplay-Tag findet im Rahmen des Weltfriedendtags der Vereinten Nationen statt.

Für viele St. Paulianer steht am kommenden Freitag das Spiel des Jahres an. Nach einiger Zeit geht es für die Fans aus dem Hamburger Stadtteil mal wieder zu einer Auswärtspartie in Rostock. Bei Spielen gegen Hansa war es in der Vergangenheit häufiger zu Auseinandersetzungen beider Fanlager gekommen. Zum Spiel am Freitag wird der Anhang aus Hamburg mit einem Sonderzug anreisen. Außerdem steht ja auch noch die zweite Runde im DFB-Pokal an. Unter anderem mit dem grundsätzlich interessanten Duell zwischen Bayern und Nürnberg. Mal sehen, was der day after… zu berichten hat. (Stadionwelt, 22.09.2008)

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Derby-Choreo von Stuttgart gegen Karlsruhe.
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Energie-Fans durften den ersten Treffer der Saison bejubeln.
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