Europas Fußball-Hauptstadt ist…

Faszination Fankurve 03.08.2007 0 Kommentare

Foto: Maggi66

Traditionsreiche Stadtderbys elektrisieren seit jeher die Fußballfans. Auch über die Landesgrenzen hinaus werden Spiele wie Celtic gegen die Rangers mit Spannung verfolgt. Welche Stadt kommt eigentlich auf den besten Gesamtzuschauerschnitt?

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Stadionwelt machte sich die Mühe, die Schnitte der in den ersten europäischen Ligen vertretenen Clubs auf die jeweilige Stadt umzurechnen. Berücksichtigt wurden dabei ausschließlich Städte, die mindestens zwei Erstligisten stellen und Länder, deren Ligen nicht mit dem Kalenderjahr abschließen.

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München hat es nicht in die Liste geschafft, weil Bayerns Rivale 1860 nur zweitklassig spielt.
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Dies hat zur Folge, dass unter den Top15 keine einzige deutsche „Fußballstadt“ vertreten ist – auch wenn Clubs wie Borussia Dortmund oder Bayern München alleine mehr Zuschauer anziehen als beispielsweise die – jeweils erstklassigen – Lokalrivalen aus Rom oder Valencia zusammen. Sollte 1860 München in absehbarer Zeit den Sprung in Liga 1 schaffen, würde München das Tableau gehörig durcheinander bringen. Auch die russische Hauptstadt Moskau, die alleine über fünf Erstligisten verfügt, fand keine Berücksichtigung, da sie mit dem Kalenderjahr abschließt.

Deutlicher Sieger ist – wie kaum anders zu erwarten war – London. Die Hauptstadt des Vereinigten Königreichs ist durch sechs Mannschaften in der Premier League repräsentiert. Den „schlechtesten“ Zuschauerschnitt wies dabei der FC Fulham mit 22.279 Besuchern pro Spiel auf, addiert mit den Zahlen von Charlton, West Ham, Tottenham, Chelsea und Arsenal ergibt dies sagenhafte 194.323. London ist, ohne zu übertreiben, die Fußballhauptstadt Europas. Arsenal und Chelsea, Londons Zuschauerkrösusse, kommen gemeinsam auf 101.586 Zuschauer im Schnitt.

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Im Schnitt kamen 113.852 Zuschauer in die madrilenischen Stadien. Hier das prallgefüllte Estadio Bernabéu.
Bild: Stadionwelt

An zweiter Stelle rangiert Madrid, das im Schnitt gut 80.000 Zuschauer weniger hat als London. Bedenken sollte man jedoch, dass sich die 113.852 Zuschauer auf nur zwei Vereine verteilen. Knapp dahinter rangiert bereits Manchester. Der englische Meister und kontinentale Zuschauerkrösus Manchester United bringt es mit der Unterstützung von den „Citizens“ auf 112.564. Auf dem achten Rang lief Liverpool ein, das mit den „Reds“ und dem FC Everton über zwei wahre Publikumsmagneten verfügt. Beide Clubs planen zudem konkret den Bau noch größerer und noch modernerer Stadien, die Liverpool mittelfristig im Zuschauerranking noch weiter nach oben schießen könnten.

Auffällig ist, dass von den 15 genannten Städten deren elf ihre Zuschauerzahl aus jeweils zwei Clubs rekrutieren. Nur vier Städte benötigten mehr als zwei Erstligisten, um in die Tabelle aufgenommen zu werden. Neben London sind dies Lissabon und Rotterdam, die mit je drei Equipen in ihrer jeweiligen Beletage vertreten sind sowie die griechische Hauptstadt Athen, wo fünf Teams auf zusammen ganze 39.274 Zuschauer kamen. Hierbei sollte man erwähnen, dass die häufig Athen zugeschlagene Hafenstadt Piräus eigenständig ist und Olympiakos demzufolge natürlich nicht als Athener Fußballverein gelten kann.

In lediglich dreien der klassifizierten Städte spielen dsämtliche Vereine aus einer Stadt auch in ein und demselben Stadion: Inter und AC im Giuseppe-Meazza-Stadion, AS und Lazio Rom im Olympiastadion sowie FC und Cercle Brügge im Jan Breydel Stadion.

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Mal blau – mal rot: Das Guiseppe Meazza in Mailand.
Bild: Daniel Lindemeir, Mario Born, Stefan & Phillip Zollikofer

In vielen – speziell osteuropäischen – Ligen fällt auf, dass manche Städte zwar numerisch stark repräsentiert sind, sich das Publikumsinteresse jedoch oft auf einen Verein fokussiert. Besonders evident wird dies in der Ukraine, wo Dynamo Kiew oder Schachtjor Donezk kaum lokale Konkurrenz fürchten müssen oder in Belgrad, wo vier von sechs Erstligisten quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit spielen und sich die Fanbegeisterung auf die beiden Großclubs Partizan und Roter Stern beschränkt.

Haarscharf haben Edinburgh – Hibs und Hearts kommen zusammen auf 31.288 Zuschauer im Schnitt – und Brüssel – RSC Anderlecht und FC begrüßten 30.204 Gäste pro Partie – den Sprung in die europäischen Top 15 verpasst. Etwas größer ist da schon der Sprung für Wien – 20.591 Zuschauer bei Rapid und Austria – und Zürich – ganze 17.790 bei FCZ und Grasshopper. (Stadionwelt, 3.8.2007)

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München hat es nicht in die Liste geschafft, weil Bayerns Rivale 1860 nur zweitklassig spielt.
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Im Schnitt kamen 113.852 Zuschauer in die madrilenischen Stadien. Hier das prallgefüllte Estadio Bernabéu.
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Mal blau – mal rot: Das Guiseppe Meazza in Mailand.
Bild: Daniel Lindemeir, Mario Born, Stefan & Phillip Zollikofer
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