„Die klare Pro Megaphon Haltung war überwältigend“

Faszination Fankurve 30.07.2007 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Im Sommerpausen-Interview bei Stadionwelt erzählt Matthias Günter von den Natural Born Ultras, was er von der Aktion Wir sind Finke hält und einem Megafoneinsatz, der trotz Erlaubnis immer noch nicht endgültig erlaubt ist.

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Stadionwelt: Der SC Freiburg bekommt einen neuen Fanbeauftragte, oder?
Günter: Das ist richtig. Der ehemalige Profi Martin Braun verlässt den Posten. Dafür übernimmt sein bisheriger Stellvertreter und Vorsitzende des Dachverbands Marc Schmid das Amt kommissarisch. Ich denke, dass das eine gute Lösung ist, weil Marc Schmid schon immer einen guten Draht zu Szene hatte.

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Heimspiel gegen Kaiserslautern.
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Stadionwelt: “Wir sind Finke” beherrschte die Schlagzeilen in der Rückrunde…
Günter: Das ist wahr. In meinen Augen war die Aktion lächerlich und ohne Hand und Fuß. Zudem sind große Summen einfach verblasen worden. Ganzseitige Anzeigen in Zeitungen kosten eine Menge Geld.

Stadionwelt: Warum eine Aktion ohne Hand und Fuß?
Günter: Es wurde oftmals die Richtung gewechselt. Zurzeit läuft das ganze als Bürger-Initiative. Es wird wohl was Richtung Jahreshauptversammlung geplant. Genaueres weiß ich aber auch nicht.

Stadionwelt: Ist durch die Finke-Debatte ein Riss in der Szene entstanden?
Günter: Der Riss ist nichts Neues. Ein Lager pro und Lager contra Finke existiert seit längerer Zeit. In der Rückrunde ist die Situation etwas eskaliert. Auf beiden Seiten hat die Toleranz untereinander gefehlt. Die Geschichte mit den Auseinandersetzungen mit zwei Spielern war der negative Höhepunkt. Zudem wurde der schwarze Peter mal wieder uns Fans zugeschoben – dabei war das Fehlverhalten der Spieler deutlich erkennbar.

Stadionwelt: Bei einer Abstimmung hat sich eine Mehrheit der Nordtribünengänger für den Einsatz eines Megafons entschieden…
Günter: Ja, vor allem die klare Pro Megaphon Haltung der Nordtribünenbesucher war überwältigend. In der Sommerpause hat der Gemeinderat eine Änderung der Stadionordnung beschlossen. Demnach ist weder ein Megafon noch Fahnen, Doppelhalter oder sonstige Supportutensilien im Stadion erlaubt. Vermutlich wird es darauf hinaus laufen, dass das für den Heimbereich nicht gilt. Schlecht ist, dass die neuen Regelungen im Gästeblock wahrscheinlich voll angewendet werden und dort gar nichts erlaubt sein wird, was in Freiburg ja schon des längeren fast normal ist.

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Ein voller Gästeblick in Köln.
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Stadionwelt: Du selbst bist bei den Natural Born Ultras aktiv. Wie ist der Stand der Dinge?
Günter: Die Gruppe selber gibt es noch. Nach wie vor sind wir aber durch Stadionverbote sehr stark eingeschränkt. Wir hoffen natürlich auf die Änderungen der Stadionverbotsrichtlinien, die in Aussicht gestellt wurden. Im Laufe der Zeit haben wir gute Kontakte nach Italien aufgebaut, was die Gruppe zurzeit auch recht gut zusammenhält.

Stadionwelt: Zu welchem Verein beziehungsweise welcher Gruppe?
Günter: Zu Fans des Serie C-Teams Sambenedettese Calcio. Das liegt in der Nähe von Ascoli, circa 200 Kilometer südlich von Rimini, direkt am Meer. Diese Fahrten und die langsam entstehende Freundschaft haben auch unserer Gruppe geholfen, über die schwere Zeit mit den Stadionverboten hinweg zu kommen. Wir verstehen uns mit allen Gruppen in Samb sehr gut, hervorheben kann man vielleicht „Nucleo“ und die „Gruppo Grottammare“.

Stadionwelt: Du selbst hast die Änderungen der Stadionverbotsrichtlinien erwähnt. Warst Du oder einer aus der Szene in Leipzig beim Fan-Kongress?
Günter: Nein, aus der Szene war außer den Fanbetreuern keiner da, was aber mit Termingründen zu tun hatte. Grundsätzlich halte ich die Ansätze eines Dialogs für gut. Die Frage bleibt, was am Ende für Fans herauskommt. Bisher habe ich keine konkreten Ergebnisse und bis zu einer Änderung bleibe ich auch skeptisch. (Stadionwelt, 30.7.2007)

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Ein voller Gästeblick in Köln.
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Heimspiel gegen Kaiserslautern.
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