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Neue Kampagne „Logout – Polizei raus aus Insta, Tiktok und Co!“ geht an den Start
Faszination Fankurve29.10.20250 Kommentare
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Die Kampagne „Logout Polizei – Polizei raus aus Insta, Tiktok und Co!“ geht an den Start. Der zivilgesellschaftliche Zusammenschluss, der auf Initiative des Dachverbandes der Fanhilfen entstanden ist, ruft zu einem kritischen Umgang mit polizeilicher Öffentlichkeitsarbeit allgemein und im Besonderen auf sozialen Netzwerken auf.
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Foto: Faszination Fankurve
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Aus dem Dachverband der Fanhilfen heraus ist eine neue zivilgesellschaftliche Kampagne entstanden, die sich kritisch mit dem Umgang polizeilicher Öffentlichkeitsarbeit allgemein und im Besonderen auf sozialen Netzwerken befasst. Die Kampagne „Logout Polizei – Polizei raus aus Insta, Tiktok und Co“ spricht sich klar gegen polizeiliche Desinformation aus und ruft auf, sich breit zu beteiligen und das öffentliche Bewusstsein für die Bedeutung einer verantwortungsvollen Kommunikation polizeilicher Behörden zu schärfen.
Warum das Ganze? Das wird auf der Website der Kampagne klar beantwortet. In einer Vielzahl von Fällen überschreiten die Polizeibehörden in der Öffentlichkeitsarbeit regelmäßig die Grenzen der Sachlichkeit, Richtigkeit und Neutralität – und dass, obwohl Behörden zur Neutralität verpflichtet sind. Pressemitteilungen, Einsatzberichte oder Tweets der Polizei werden von der Presse selten hinterfragt. Die Darstellungen der Polizei, etwa bspw. über Einsätze im Stadion oder bei Demonstrationen, werden oftmals unhinterfragt übernommen. Dabei tritt die Polizei selbst als Akteur auf und verfolgt damit eigene Interesse. Ihr kommt somit derzeit eine einmalige Deutungshoheit zu, um ihr Handeln zu rechtfertigen. Dabei sollte die öffentliche Meinungsbildung in einer Demokratie der Presse und zivilgesellschaftlichen Akteuren vorbehalten sein – und nicht Aufgabe der Polizei sein.
Auch die Aktivitäten der polizeilichen Social-Media-Accounts werden kritisch gesehen. „Die Anzahl der Accounts diverser Polizeibehörden hat in den letzten Jahren rapide zugenommen. Dabei beobachten wir leider allzu oft, wie Grenzen der Sachlichkeit, Richtigkeit und Neutralität erheblich überschritten werden, um die Polizei in ein besseres Licht zu rücken oder aktiv Politik für die eigenen Belange zu betreiben“, so Linda Röttig, Vorstand Dachverband der Fanhilfen. „Deshalb fordern wir mindestens verbindliche gesetzliche Regeln für (Polizei)Behörden auf Social Media – insbesondere da es derzeit sogar an einer entsprechenden Ermächtigungsgrundlage fehlt -, idealerweise aber eine gänzliche Abschaffung dieser Accounts.“
Die Kampagne ruft auf, sich über die Website oder und den Social-Media-Kanälen zu beteiligen. Geplant sind unter anderem Vorträge, Online-Diskussionen und Workshops, um die Sichtbarkeit des Themas zu erhöhen und hierüber aufzuklären.
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