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Beim Heimspiel des Hamburger SV gegen den SV Elversberg war über der Zaunfahne der Clique du Nord auf der Nordtribüne Hamburg eine Fahne zu sehen, auf der ein Polizeihelm mit kaputtem Visier und Blut abgebildet war. Polizei und Staatsanwaltschaft nahmen dies zum Anlass, eine Durchsuchung durchzuführen.
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Laut übereinstimmenden Medienberichten aus der Hansestadt kam es deshalb am gestrigen Mittwochnachmittag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft zu Durchsuchungen eines Raumes im Volksparkstadion, der von den HSV-Ultras zum Lagern von Fahnen genutzt wird. Demnach gibt es wegen der Fahne Ermittlungen wegen des Verdachts des öffentlichen Aufrufs zu Straftaten. Die Ermittlungsbehörden gehen demnach Hinweis auf einen 33 Jahre alten HSV-Fan nach, der die Fahne mitgeführt haben soll.
Verhältnis zwischen HSV-Ultras & der Polizei verschlechtert sich weiter
Beim Einlaufen beider Mannschaften wurde am Sonntag in der Mitte des Unterrangs der Nordtribüne Hamburg eine kleine Blockfahne hochgezogen, auf der die Buchstabenkombination „ACAB“ (Abkürzung für „All Cops Are Bastards“) auf einem Polizeistern zusehen war. Dazu stand auf zwei Transparenten „Niemals Freund niemals Helfer“ und „Ganz Hamburg hasst die Polizei“ geschrieben. Zudem wurden blaue Zettel hochgehalten. Der Hamburger SV hat sich am Montag in einer Stellungnahme deutlich von einer Choreografie der eigenen Fans distanziert, die am Sonntag vor dem Spiel gegen die SV Elversberg gezeigt wurde. Man habe bis zur Präsentation nichts von der Choreo gewusst, die gegen die Polizei gerichtet war, so der Verein. Das Bundesverfassungsgericht hatte bereits im Juni 2016 entschieden, dass die Kollektivbeleidigung „ACAB“ (All Cops Are Bastards) nicht ohne Weiteres strafbar ist und von der freien Meinungsäußerung gedeckt sei, falls sich die Beleidigung nicht auf eine überschaubare und abgegrenzte Gruppe beziehe.
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Hintergrund der Choreografie, der beschlagnahmten Fahne und der Spruchbänder auf der Nordtribüne sind die umstrittenen Identitätskontrollen im Nachgang des Auswärtsspiels bei Hansa Rostock ein Wochenende zuvor. Dabei wurden 855 HSV-Fans über sechs Stunden lang am Bahnhof Hamburg-Bergedorf festgehalten und kontrolliert. Die Fanhilfe Nordtribüne und der HSV Supporters Club kündigten daraufhin rechtliche Schritte gegen das Vorgehen der Polizei an. Deutschlandweit zeigten Ultras in Fankurve am vergangenen Wochenende Spruchbänder, um sich mit den HSV-Fans zu solidarisieren und die Aktion der Polizei zu kritisieren. (Faszination Fankurve, 29.02.2024)
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