Erneutes Materialverbot in Münster: Fanszene im Protest

Faszination Fankurve 05.10.2023 0 Kommentare

Foto: Fanhilfe Münster

Beim gestrigen Heimspiel des SC Preußen Münster gegen den FC Erzgebirge Aue blieb ein Teil der Fiffi-Gerritzen-Kurve leer. Die Fanszene protestierte damit gegen ein kurzfristig ausgesprochenes Materialverbot. Organisierte Stimmung der Preußen Münster-Fans kam somit nicht auf.

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„Eine Stunde vor Anpfiff beschließt Preußen-Veranstaltungsleiter Hennemann ein Materialverbot. Was verboten ist weiß keiner, weder Ordner noch Vorstand. Die Fans erfahren es beim Einlass. Schwenkfahnen werden ohne Begründung und ohne Kommunikation verboten. Preußen wiederholt Fehler der Vergangenheit, die er nicht wiederholen wollte“, teilte die Fanhilfe Münster beim Kurznachrichtendienst X (ehemals Twitter) mit. „Kurze Konkretisierung: Am Eingang ging es um kleine Schwenkfahnen (ca. 1,5m*1,5m), die explizit nicht als Blockfahne o.Ä. geeignet sein dürften“, ergänzte die Fanhilfe Münster die eigenen Angaben.

https://twitter.com/Fanhilfe_MS/status/1709633760570823132?s=20

Bereits im April 2019 wurde der Preußen Münster-Fanszene sämtliche Fanmaterialien, wie Zaunfahnen, Fahnen, Doppelhalter, Trommeln und Megaphone im Block O verboten. Damals wurde das Verbot wegen Pyrotechnik-Vorfällen bei den Heimspielen gegen Osnabrück und Meppen verhängt und sollte eigentlich bis Saisonende Bestand haben. „Dieses Verbot erfolgte aus Sicherheitsgründen“, erklärte der Veranstaltungsleiter von Preußen Münster damals. Im Mai 2019 hob Preußen Münster die Materialverbote wieder auf. Auch in den Vorjahren waren Materialverbote in Münster mehrfach Thema. 2020 versuchte man in Münster außerdem eine weitere Methode. Weil Fans von Preußen Münster beim Heimspiel am 13. Dezember 2019 gegen 1. FC Magdeburg Pyrotechnik im Block O des Preußenstadions zündeten, sollte dieser Bereich im Jahr 2020 zum Spiel gegen den MSV Duisburg vom restlichen Stehplatzbereich abgetrennt werden. Mit der Abtrennung des Blocks sollte der Bereich der aktiven Fanszene, in dem Pyrotechnik gezündet wurde, besser kontrolliert werden können. Die Fanszene reagierte darauf mit einer Ankündigung, nicht organisiert aufzutreten.  

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