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Am Samstagabend kam es beim Zweitligaspiel zwischen dem FC Hansa Rostock und dem FC St. Pauli zu einem umstrittenen Polizeieinsatz am Ostseestadion. Die Braun-Weiße Hilfe hat unter dem Titel „Polizei Rostock – planlos und aggressiv“ eine erste Einordnung veröffentlicht und darin schwere Vorwürfe gegen die Polizei erhoben.
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„Schon im Vorfeld hatte es Kritik an der Terminierung gegeben. Den Gästefans war es mit der Spielansetzung um 20:30h nicht möglich, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Spiel zu reisen und im Anschluss wieder nach Hamburg zu gelangen. Ein Teil der Fanszene nutzte daher den vom Fanprojekt organisierten Sonderzug. Für Autofahrer standen am Stadion außerdem keine Parkplätze zur Verfügung. Mit Ankunft des Zuges zeigte sich schon das polizeiliche ‚Einsatzkonzept’: Aggressiv, provozierend, und NICHT deeskalativ. Fans wurden von den Beamt:innen bedroht, geschubst und bei einer Person wegen eines vermeintlich verklebten Stickers die Personalien aufgenommen. Vom Bahnhofsvorplatz ging es per Shuttlebus dann zum Stadion. Selbiges sollte auch für den Rückweg gelten. Schon mit Abpfiff des Spiels kam die Durchsage, alle Gästefans sollten sich zu den Shuttlebussen begeben. Jedoch waren die Tore im Gästebereich nach Spielende immer noch geschlossen, der Weg zu den Bussen versperrt, die Informationslage unübersichtlich. Die St. Pauli-Fans wurden zusätzlich von Rostocker Fans mit Pyro-Gegenständen beworfen“, blickt die Braun-Weiße Hilfe auf das Auswärtsspiel in Rostock zurück.
Die Landes- und Bundespolizei erklärte im Nachgang des Spiels in einer gemeinsamen Pressemitteilung zu den Vorfällen: „Nach Abpfiff der Partie versuchten die Fangruppen erneut im Stadion aufeinanderzutreffen. Wiederholt beschossen sich die Fanlager gegenseitig mit Pyrotechnik. Durch starke Polizeipräsenz und den Einsatz des Wasserwerfers konnten größere Ausschreitungen verhindert werden.“
Die Fanhilfe, die FC St. Pauli-Fans bei Problemen mit Polizei und Justiz unterstützt, sah darin „vielmehr eine Gewalteskalation der eingesetzten Polizist:innen vor Ort“. „Die eingekesselten Sankt Pauli Fans wurden dabei wahllos und zum Teil großflächig mit Pfefferspray, Fausthieben und Schlagstöcken von der Polizei attackiert, zudem setzte sie mehrmals den Wasserwerfer ein. Die Fans waren auf engstem Raum gefangen und den Gefahrenbereich zu verlassen war aufgrund der Kesselung und der geringen Anzahl von Shuttlebussen nicht möglich. Als Fans nun versuchten sich von der Seite des Rostocker Heimblocks zu entfernen, wurden sie durch die Polizei unter Gewaltanwendung wieder zurück getrieben. Der polizeiliche Fokus blieb jedoch bei den Fans aus Hamburg. Ein Betroffener berichtete etwa die Polizei habe ‚massiv Pfeffer einfach sinnlos in den Shuttlebus reingesprüht‘. Ein anderer sprach von einem total chaotischen und aggressiven Auftreten der Einsatzkräfte. Wir verurteilen diese polizeiliche Eskalationsstrategie und die Gewalt gegenüber Sankt Pauli Fans – Sie ist nicht hinnehmbar! Ein solch klares Statement hätten wir auch vom Verein FC St. Pauli erwartet. Stellt euch hinter eure Fans!“, so die Stellungnahme der Braun-Weißen Hilfe weiter. (Faszination Fankurve, 04.02.2022)
Wenn #FCSP Fans durch die Polizei mit Pfefferspray, Schlagstöcken, Fausthieben und einem Wasserwerfer wahllos attackiert werden, dann sind das nicht nur 'besorgniserregende Vorfälle'.
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