2.000 Dynamo-Fans demonstrierten gegen neues Polizeigesetz

Faszination Fankurve 03.03.2019 0 Kommentare

Foto: jokersradeberg.deNicht nur außerhalb

In der Spitze gingen heute vor dem Zweitligaspiel zwischen Dynamo Dresden und dem VfL Bochum etwa 2.000 Dynamo Dresden-Fans auf die Straße, um gegen geplante Änderungen am sächsischen Polizeigesetz zu protestieren. Auch im Rudolf-Harbig-Stadion war das Thema omnipräsent.

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Auftakt der Demonstration war am Morgen auf der Cockerwiese in Dresden, von wo aus es zur Zwischenkundgebung vorm Polizeirevier in der Schießgasse ging. Ihren Abschluss fand die Demonstration, deren Teilnehmerzahl im Verlauf der Veranstaltung stetig zunahm, vorm Eingang zum K-Block am Rudolf-Harbig-Stadion.

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Etwa 2.000 Dynamo-Fans zogen vor dem Heimspiel in einem Demonstrationszug durch Dresden.
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Im Vorfeld der Demonstration wurde eine Aufruf verbreitet, mit dem die Intention der Protestaktion der Dynamo-Fans begründet wurde. „Für uns Fußballfans wird die Verabschiedung einen schweren Einschnitt in unser gesamtes Stadionerlebnis und die demokratischen Grundrechte darstellen. Der Fan wird zum Gefährder! Es ermöglicht beispielsweise der Polizei rund um sächsische Fußballstadien heimliche Kontrollbereiche einzurichten und dies bei der Annahme geringster strafrechtlicher Verstöße. Identitätsfeststellungen, Durchsuchungen und ED-Behandlungen können so ohne Begründung an allen Fans durchgeführt werden. Der Gang zum Stadion wird zum Spießrutenlauf. Alkoholverbotszonen am Spieltag wären ab sofort bei kleinsten alkoholbedingten Ordnungswidrigkeiten möglich und rauben Euch euer Bier auf dem Weg zum Stadion. Auch außerhalb der Spieltage bleibt Ihr als Bürger nicht von diesen neuen Gesetzen verschont. Eine weitreichende Kennzeichen- und Gesichtserkennung im Straßenverkehr stellt alle Bürger unter Generalverdacht. Auch vor der Überwachung von Berufsgeheimnisträgern, wie bspw. dem Arzt eures Vertrauens, wird nicht mehr Halt gemacht. Von einer Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte oder einer staatlich-unabhängigen Beschwerdestelle, um polizeiliches Fehlverhalten zu melden und strafrechtlich verfolgen zu lassen, sind wir weit entfernt“, hieß es darin. Am 26. Januar 2019 gingen in Dresden bereits circa 5.000 Menschen wegen des gleichen Themas auf die Straße. Auch damals waren Dynamo-Fans sowie Anhänger anderer Vereine dabei (Faszination Fankurve berichtete).

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Im K-Block waren heute viele Plakate zum neuen Polizeigesetz zu sehen.
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Nicht nur außerhalb, sondern auch innerhalb des Rudolf-Harbig-Stadion stand das heutige Dynamo-Heimspiel im Zeichen des Protest gegen das neue Polizeigesetz. So waren im K-Block Spruchbänder verschiedenster Gruppen und Fanclubs zu sehen, auf denen „Fußfessel und Hausarreste für Fußballfans? Honecker, Mielke & Co wären stolz auf euch“, „Kontaktverbot und soziale Isolation – Sachsens Antwort auf Polizeifrustration“, „Neues PolG stoppen!“, „Lieber Dynamo und Vollsuff, statt Knüppel risch druff!“, „Alkoholverbotszonen bekämpfen! Kein Indiz und kein Beweis – Egal, wenn du 'Gefährder' heißt! Neues PolG stoppen!“, „Gummi gehört weder ins Bett, noch in eine Beamtenknarre!“, „Polizisten entwaffnen! Des Dresdners allgemeines Wohl ist und bleibt Dynamo und der Alkohol – Alkoholverbotszonen verhindern!!!“, „Gesichtserkennung um Straftäter zu jagen, aber selbst im Dienst vermummt auf Leute einschlagen“ und „Kennzeichnungspflicht für Polizisten! Jetzt!“ zu lesen war. Auch die Ultras Bochum zeigten im Gästeblock ein Spruchband zum Thema. „Ob Ost, ob West – Nein zum Polizeigesetz! ACAB!“, stand darauf geschrieben.

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Auch im Gästeblock waren neue Polizeigesetze Thema.
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Die Gäste aus Bochum lagen heute vor 28.153 Zuschauern schon nach 14 gespielten Minuten mit 2:0 vorne. Doch Dynamo Dresden kämpfte sich unter Neutrainer Cristian Fiél zurück ins Spiel und holte durch Tore von Atik und Nikolaou noch einen Punkt. (Faszination Fankurve, 03.03.2019)

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Etwa 2.000 Dynamo-Fans zogen vor dem Heimspiel in einem Demonstrationszug durch Dresden.
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Auch im Gästeblock waren neue Polizeigesetze Thema.
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Im K-Block waren heute viele Plakate zum neuen Polizeigesetz zu sehen.
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