Die Polizei hat heute ab 15:20 Uhr in Stuttgart vor dem Neckarstadion die Abfahrt von drei Bussen der Ultras vom Commando Cannstatt vom VfB Stuttgart, die zum Auswärtsspiel ihres Vereins beim SC Freiburg fahren wollten, für mehrere Stunden behindert und die Insassen kontrolliert.
Polizei kontrollierte VfB-Ultras in Stuttgart & Freiburg
Die Kontrollen in Stuttgart dauerten bis etwa 18:15 Uhr an. Somit dürfte es für die Stuttgarter Ultràgruppe schwierig sein, den Gästeblock des Dreisamstadions noch rechtzeitig zum Anpfiff zu erreichen (Anpfiff im Dreisamstadion ist um 20:30 Uhr). „Hintergrund der Kontrollen waren insbesondere mehrere Gewalttaten, die in den letzten Wochen und Monaten bei Heim- und Auswärtsspielen aus Stuttgarter Ultragruppen heraus begangen worden sind“, heißt es von der Polizei Stuttgart zur Begründung der Kontrollen. Erwähnt werden von der Stuttgarter Polizei Angriffe beim Hinspiel zwischen Stuttgart und Freiburg auf einen Bus von Freiburger Ultras, Auseinandersetzungen mit der Polizei in Bremen und ein verletzter Eintracht Frankfurt-Fan beim vorletzten Heimspiel auf der Mercedesstraße.
Zudem will die Polizei VfB-Ultras belangen, die beim Heimspiel gegen Frankfurt Beihilfe zum Pyrozünden geleistet haben sollen: „Durch die heutige Kontrolle und die Identitätsfeststellungen wird es für die Ultras künftig schwieriger sein, Straftaten aus der Anonymität heraus zu begehen und im Schutz der Masse wieder zu verschwinden. Außerdem ist zu erwarten, dass Tatverdächtige aus zurückliegenden Gewalttaten identifiziert und zur Verantwortung gezogen werden können. So sind vor kurzem beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt im Block der Heimfans Rauchpulver sowie zahllose Bengalos gezündet worden. Einige Personen haben dabei unterstützt. Beamten der Kriminalpolizei war es vor der heutigen Kontrolle gelungen, acht Personen zu ermitteln, die im Verdacht stehen, Unterstützer beim Abbrennen der umfangreichen Pyrotechnik gewesen zu sein. Die acht Verdächtigen hielten Transparente hoch und ermöglichten so den Hauptakteuren, dahinter unentdeckt das Rauchpulver bzw. die Bengalos zu zünden“, teilte die Polizei Stuttgart dazu heute mit. Ob sich die Vorwürfe der versuchten gefährlichen Körperverletzung sowie des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz bzw. der Beihilfe zu diesen Straftaten vor der Staatsanwaltschaft oder vor Gericht aufrecht erhalten lassen, nur weil VfB-Fans eine Fahne hochgehalten haben, bleibt abzuwarten.

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