In der 3. Liga kam es am Samstag zum Sachsen-Anhalt Derby zwischen dem Halleschen FC und dem 1. FC Magdeburg. Der Block U blieb dem Spiel fern und besuchte das Public Viewing am Heinz-Krügel-Stadion. FCM-Fanclubs organisierten zudem eine Demonstration in Magdeburg.
Demo in Magdeburg & „Mörder“ Rufe in Halle
Etwa 500 FCM-Fans versammelten sich am Samstag um 11:00 Uhr vor dem Hundertwasserhaus in der Magdeburger Innenstadt. Vor dem dortigen Amtsgericht und der dort beheimateten Staatsanwaltschaft demonstrierten die FCM-Fans gegen die Einstellung der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Fall des verstorbenen FCM-Fan Hannes. Hinter einem „Hannes unvergessen! Wir – zusammen für – immer“ Transparent zogen die FCM-Fans zum Public Viewing vor dem Magdeburger Stadion. Die Mutter des verstorbenen FCM-Fans kündigte in einem Interview mit der Volksstimme an, an der Demonstration teilzunehmen, da man nicht hinnehmen wolle, dass die Ermittlungen eingestellt wurden. Der Block U bewarb die Demonstration nicht und besuchte die Veranstaltung laut Angaben der Volksstimme auch nicht.
Der Block U rief für das Landespokalspiel und das Ligaspiel am vergangenen Samstag in Halle zu einem Boykott auf. „Von Personen und Fanclubs, die sich zu Block U zählen und sich mit diesem identifizieren wollen, erwarten wir ein striktes Einhalten dieses Aufrufs. Andernfalls sind drastische Konsequenzen für das Projekt Block U unvermeidbar“, hieß es im Aufruf des Block U (Faszination Fankurve berichtete).
Dennoch fuhren am Samstag etwas über 500 FCM-Fans nach Halle. Hooligans des 1. FC Magdeburg erklärten bereits im November 2016, dass man in der Rückrunde gemeinsam mit befreundeten Fans vom BFC Dynamo und von Eintracht Braunschweig nach Halle reisen wolle: „Mit dem Tod von Hannes gab es einen traurigen Moment innerhalb der Fanszene in Magdeburg, dennoch sollten wir in keine Schockstarre verfallen und Trübsal blasen, sondern uns vielmehr auf kommende Ereignisse und Aufgaben vorbereiten. Die Sprecher der Ultraszene in Magdeburg haben keinen Einfluss auf die aktive und seit Jahren gewachsene Hooliganszene in Magdeburg und somit ist diese Erklärung für uns unwirksam und keineswegs hinnehmbar. Gemeinsam mit unseren Freunden aus Berlin und Braunschweig haben wir uns auf eine gemeinsame Anreise nach Halle beim Rückrundenspiel verständigt“, hieß es damals von den Hooligans, die nicht im Block U beheimatet sind (Faszination Fankurve berichtete).

Foto: ChemieHalle.de
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