Nach der 1:0 Niederlage beim Heimspiel von Eintracht Frankfurt gegen Darmstadt 98 betraten etwa 70 Frankfurter Ultras den Innenraum, um die eigene Mannschaft zur Rede zu stellen. Fünf Ultras machten sich auch auf den Weg in Richtung Gästeblock, zogen sich aber zurück, als die Polizei kam.
Das war heute beim Hessenderby los
Foto: Faszination Fankurve
Video: Ultras stellen Team nach Derbyniederlage zur Rede. Fünf Ultras wollen Richtung Gästeblock:
Die meisten Ultras betraten den Innenraum durch ein offenes Tor. "Wenn man eine solche Fankurve, eine solche Fankultur hat, für die wir uns häufig genug selbst feiern, dann verstehe ich, dass dort nach so einem Spiel einiges an Frust und Leidenschaft ein Ventil braucht", sagte Eintracht Präsident Peter Fischer gegenüber Hessenschau.de. Fischer verstehe die Reaktion der Fans demnach nicht, müsse sie jedoch akzeptieren. Auch Eintracht Trainer Armin Veh hieß die Szenen nach dem Abpfiff nicht gut, konnte sie aber nachvollziehen. „Das waren Szenen, die ich nicht gutheißen, aber doch nachvollziehen kann“, wird Veh in der Frankfurter Rundschau zitiert. „Ich bedauere das sehr und das ist nicht im Sinne von Eintracht Frankfurt. Man kann den Unmut auch anders äußern, als auf diese Art und Weise", sagte Heribert Bruchhagen, Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt, gegenüber Sky. Gleichzeitig betonte er, dass der Dialog mit den Fans weitergehen solle.
Die brennenden Fahnen im Video:
Zuvor wurden am Zaun der Nordwestkurve zahlreiche Zaunfahnen, Fanmaterialien und Fankleidung von Darmstadt 98 präsentiert und verbrannt. Mit dabei war ein Zaunfahne der Ultras Darmstadt, eine weitere „Darmstadt“ Zaunfahne und ein „1898“ Banner. Das Spiel wurde deswegen kurzzeitig unterbrochen.

Foto: Faszination Fankurve
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