Die Einsatzleitung der Polizei sprach nach dem 141. Revierderby zwischen dem BVB und Schalke 04 von „massiven gewalttätigen Auseinandersetzungen wie lange nicht mehr“. Die Fans seien konspirativ angereist und hätten die Sicherheitspläne bewusst unterlaufen.
Rückblick 141. Revierderby
Foto: Faszination Fankurve
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Nach Polizeiangaben wurden beim Revierderby insgesamt elf Personen verletzt, darunter acht Polizeibeamte. 180 Personen seien in Gewahrsam genommen worden, darunter 163 Schalker und 17 Anhänger des BVB.
Stadionwelt wirft einen Blick auf die Geschehnisse rund um das Derby und den Nachhall in den Medien: Am vergangenen Samstag waren rund 1.200 Polizisten im Einsatz. Im Vorfeld der Partie kam es wie bereits bei den vergangenen Derbys zu dem Aufruf an die Fans, sich an die Spielregeln für das Derby zu halten. In diesem gemeinsamen Aufruf der Clubs wird unter anderem dazu aufgefordert auf Fanmärsche und konspirative Anreisen zu verzichten, keine Gewalt auszuüben und das Präsentieren von gegnerischen Fan-Utensilien zu unterlassen. Ein angestrebter Dialog zwischen der Polizei und den Ultra-Gruppierungen der Vereine kam aufgrund der fehlenden Gesprächsbereitschaft der Ultras nicht zu Stande. In den letzten Jahren übten Schalker Anhänger Kritik an der Anreise mit bereitgestellten Sonderzügen. Die Züge seien stets überfüllt und kämen verspätet am Ziel an. Zudem seien auf dem Weg zum Stadion stets Wurfgeschosse geflogen. Einen ähnlichen Erfahrungsbericht gibt es auch aus diesem Jahr im Internet zu finden. Viele Schalker Fans nahmen das Angebot des Sonderzuges, anders als in den Vorjahren, nicht an und zogen es in diesem Jahr vor mit Regelzügen anzureisen. Eine Gruppe von Schalker Anhängern, die ohne Polizeibegleitung angereist war, wurde im Dortmunder Kreuzviertel in Gewahrsam genommen. Aus der Gruppe sollen nach Polizeiangaben Feuerwerkskörper gezündet, Müllcontainer umgeworfen und Auseinandersetzungen gesucht worden sein. Ein Aufeinandertreffen mit einer großen Gruppe Dortmunder Fans konnte nach Angaben der Polizei unterbunden werden. Die Festgehaltenen wurden von 300 Beamten der Bundespolizei nach Gelsenkirchen gebracht. Indes soll es auf dem Stadionvorplatz zu mehreren Auseinandersetzungen gekommen sein, als eine weitere Gruppe von rund 600 Schalker Fans, die von der S-Bahn-Haltestelle Universität, gelaufen war, das Stadion erreichte. Als kurz danach eine größere Gruppe von Dortmunder Fans den Vorplatz erreichte, kam es nach Provokationen der Fans zum Einsatz von Pfefferspray. Stadionwelt zeigt ein Video der Situation:




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