Unbegreifliches vielerorts

Faszination Fankurve 04.04.2011 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Was war das für eine Woche. Bombenalarm am Dortmunder Westfalenstadion, Bierbecherwurf in St. Pauli und vieles mehr. The day after… hatte viel zu tun und gibt Euch wie gewohnt einen kleinen Überblick über die Hingucker des vergangenen Wochenendes.
 
Bereits Mitte der letzten Woche war ganz Fußball-Deutschland in heller Aufregung. Ein 25-jähriger Chemiker platzierte aus bislang unbekannten Gründen Bomben in der Nähe des Dortmunder Westfalenstadions. Was bisher Einige noch undenkbar hielten, stellte sich doch als wahr heraus. Denn die Bomben waren keine Attrappen, mithilfe einer Spezialeinheit der Polizei mussten die gefunden Gegenstände gesprengt werden. Die Detonationen waren auch noch mehrere hundert Meter entfernt deutlich zu hören. Das Heimspiel gegen Hannover 96 konnte aber stattfinden. Der Mannschaft von Borussia Mannschaft merkte man aber nichts von dem Trubel  der vergangenen Tage an. Mit 4-1 konnte der BVB die Niedersachsen wieder nach Hause schicken.
 

Die Ereignisse in Dortmund blieben auch von den italienischen Medien nicht unentdeckt. Denn am Samstagabend fand in Mailand das Derby zwischen dem AC Mailand und Inter statt. 3-0 fegte der aktuelle Spitzenreiter AC Mailand den direkten Konkurrenten vom Platz. Im Vorfeld der Partie gab es einige Festnahmen unter den Fans zu verzeichnen. Unter anderem wurden verbotene pyrotechnische Materialen gefunden, woraufhin findige Medienvertreter ein Zusammenhang mit den Vorfällen in Dortmund herstellten. Im Stadion war das allerdings kein Thema. Die Curva Sud erstrahlte am Abend mehrmals im Glanz von anderen pyrotechnischen Gegenständen, nachdem es schon zum Intro eine große Choreo der Milanisti zu bestaunen gab.
 
Eine bestimmte Festnahme hatte es am Millerntor beim Freitagabendspiel zwischen dem FC St. Pauli und dem FC Schalke 04 noch nicht gegeben. Ein unbekannter Täter warf wenige Minuten vor dem Schlusspfiff von der Haupttribüne einen gefüllten Bierbecher auf den Schiedsrichterassistenten, der in Folge der Tat die restlichen drei Minuten der Partie nicht mehr durchstehen konnten. Schiedsrichter Aytekin brach daraufhin das Spiel beim Stand von 0-2 ab. Der DFB forderte nun den FC St. Pauli auf, schnellstmöglich Stellung zu dem Vorfall zu beziehen. Bereits kurz nach dem Spielabbruch sprach St. Pauli Trainer Stanislawski von einer Schande und entschuldigte sich für den Bierbecherwurf.
 

Sich für die eigenen Anhänger entschuldigen, das tat der deutsche Rekordmeister FC Bayern München in den letzten Wochen auch schon einmal. Nach dem Gastspiel der Schalker Knappen in München und den damit verbunden Protesten gegen Manuel Neuer entschuldigte sich Uli Hoeneß beim Schalker Torwart für das Verhalten der Münchner Südkurve, in welcher hundertfach Schilder mit der Aufschrift „Koan Neuer“ hochgehalten wurden. Beim Heimspiel der Bayern am letzten Samstag gegen Borussia Mönchengladbach kritisierte die Südkurve nun direkt Uli Hoeneß. Die geplante finanzielle Hilfe für den Lokalrivalen TSV 1860 München stieß bei einigen Bayernfans auf wenig Gegenliebe. Der Bayernvorstand wurde auf diversen Spruchbändern unter anderem als Lügner bezeichnet. Christian Nerlinger und Franz Beckenbauer verurteilten die Fans daraufhin, so könne man nicht Uli Hoeneß, welcher in den den letzten Jahrzehnten so viel für das Wohl des FC Bayern München getan habe, umgehen.
 
Auch in der kommenden Woche ist The day after… wieder an gewohnter Stelle für Euch da und schaut wieder rund um den Globus auf die Ränge der Stadien. (Stadionwelt, 04.04.2011)

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