Bedingungen, die nicht alltäglich sind

Faszination Fankurve 22.02.2011 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Am vergangenen Wochen ging es rund um den Globus wieder in den Stadien heiß her. The day after… war natürlich wieder unterwegs, hat sich alles etwas genauer angesehen und weiß beispielsweise auch warum Djibril Cisse schon im Sommer Panathinaikos Athen den Rücken zuwenden möchte.
 

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Grund für die Aussage vom Spitzenspieler Djibril Cisse war das Derby zwischen Olympiakos Piräus und Panathinaikos Athen am letzten Wochenende. Es zählt zu den Top-Spielen in Griechenland und elektrisiert die Massen. Im Karaiskakis Stadion war kein einziger Platz mehr frei und zu Beginn gab es wieder eine große Pyroaktion von Gate 7 zu bewundern. Doch nach dem Schlusspfiff und dem amtlichen Endergebnis 2-1 für Olympiakos brachen sprichwörtlich alle Dämme. Aus allen Blöcken strömten die Fans auf das Spielfeld und attackierten Schiedsrichter und auch Spieler und Funktionäre des Rivalen Panathinaikos Athen. Cisse erklärte daraufhin in einem Interview nach dem Spiel, dass er solche Zustände beim Fußball nicht gewohnt sei und er im Sommer gerne den Verein und das Land verlassen würde.
 
In Italien gab es in den letzten Wochen auch nur ein Thema. Der AS Rom wird seinen eigenen sportlichen Anforderungen nicht gerecht. Die Tifosi wollten den Spielern am Samstag beim Abschlusstraining den Ernst der Lage klar machen und statteten mit einem Feuerwerk den Spielern einen Besuch ab. Dem Verein war der Trubel der Fans zu viel und so wurde kurzerhand die Polizei eingeschaltet, welche gleich mehrere Roma-Anhänger verhaftete.
 
Nicht ganz so hitzig ist es momentan in der Ukraine. Um genau zu sein herrschen dort Minusgrade im zweistelligen Bereich. Für die Fans von Bayer 04 Leverkusen war das Auswärtsspiel bei Metalist Kharkov nicht die erste kalte Erfahrung in dieser Saison. Bereits Ende des letzten Jahres gastierte die Werkself in Trondheim in Eiseskälte. Als es auf der Rückreiseprobleme für die Anhänger Probleme mit dem Flugzeug gab schaltete sich der Verein ein und unterbreite ein zusätzliches Angebot. Alle Fans, die bereits in Trondheim waren, wurden die Reisekosten nach Kharkov übernommen.
 

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Bayer 04 Fans in Kharkov
Bild: www.haberlands-erben.de

Aufatmen konnte in der letzten Woche Garry Mann. Ein englischer Fan, der bei der Europameisterschaft 2004 in Portugal bei gewalttätigen Ausschreitungen beteiligt gewesen sein soll. Nach einem sechsjährigen Hickhack um die seine Haftstrafe, die er im vergangenem Jahr verlor und nach Portugal ausgeliefert wurde, darf Mann nun endgültig die letzten Tage in hinter Gittern in England verbringen. Der 53-jährige Brite betonte stets, dass er bei den Ausschreitungen in Albufeira nicht involviert war, doch eine Verurteilung durch ein portugiesisches Schnellgericht 2004 sah dies anders. Seither ging der Fall Mann zwischen den Ländern hin und her, Anwälte schalteten sich ein, prangerten die Haftbedingungen an und forderten ein neues und unabhängiges Gerichtverfahren, in dem auch entlastende Materialen gesichtet werden sollten. Alles nutzte nichts, Mann musste 2010 nach Portugal überstellt werden. Danach schalteten die Anwälte Mann allerdings das britische Außenministerium ein, welches nun mit Hilfe des englischen Botschafters in Portugal die Rückführung Mann schaffte. Portugal stimmte den Antrag zwar zu, doch ein genaues Datum ist noch nicht bekannt. Solange muss der Birmingham City Supporter weiter in Haft in Portugal verbringen.

Auch in der kommenden Woche ist The day after… wieder an gewohnter Stelle für Euch da und schaut natürlich was sich abseits des Spielfelds alles zuträgt. (Stadionwelt, 22.02.2011)

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Bayer 04 Fans in Kharkov
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