Kurzinterview Pyrotechnik legalisieren: Pfalz Inferno

Faszination Fankurve 07.12.2010 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Stadionwelt hat alle an der „Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren“ beteiligten Fangruppen um ein Kurzinterview gebeten. Die erhaltenen Antworten werden hier nach und nach veröffentlicht. Hier die Sicht des Pfalz Infernos aus Kaiserslautern.

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Stadionwelt: Warum macht Ihr bei der Kampagne „Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren“ mit?
Pfalz Inferno: Wir erhoffen uns, dass durch diese Initiative den Menschen in Deutschland endlich die Augen geöffnet werden! Pyrotechnik muss legalisiert werden, um endlich das Image von Randale und Gewalt zu verlieren. Durch diverse Aktionen und gezieltes Anschreiben der Presse muss es uns gelingen, dass die Medien endlich ihre Doppelmoral (Stichwort: südländische Atmosphäre versus Randale und Gewalt) ablegen.
Ebenfalls ist es in unseren Augen ein sehr wichtiger Schritt für die Szene selbst
. Hier muss die oft zitierte Selbstregulation greifen. Böller und das Werfen von Fackeln sind ein absolutes Tabu – um es wie Wowereit 2001 zu sagen: „…und das ist auch gut so!“.

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Pyroaktion der Pfälzer in Hamburg. Die Bengalos blieben im Block und flogen nicht aufs Spielfeld.
Bild: www.der-betze-brennt.de

Stadionwelt: An der Kampagne sind verschiedene Ultràgruppen von Vereinen, die in unterschiedlichen Spielklassen spielen, beteiligt. Wie schätzt Ihr die Chancen für die Umsetzung der Forderungen der Kampagne bei Euch vor Ort ein?
Pfalz Inferno: Wie bereits in der ersten Frage beschrieben, hängt ein Erfolg maßgeblich mit dem Respekt und dem Erreichen der Medien zusammen. Wenn wir es schaffen, dass endlich differenziert über dieses Thema berichtet wird, haben wir bereits einen sehr großen Erfolg erreicht. Damit aus diesem Erfolg letztendlich ein Sieg wird, müssten die Verbände und Verantwortlichen auf die Stimmen hören und die beengenden Gesetze endlich lockern. In welcher Liga bzw. in welchem Verband dies letztendlich zuerst gelingt, ist vorerst zweitrangig! Wir erstreben ein Umdenken der Menschen, wenn uns dies gelingt, ist dies für uns und die Initiative bereits ein voller Erfolg!

Stadionwelt: Wie habt Ihr die Kampagne am letzten Wochenende bekannt gemacht und welche weiteren Aktionen sind von Euch eventuell noch geplant?
Pfalz Inferno: Angefangen hat, wie ihr sicher mitbekommen habt, alles mit dem Internet. Folgen sollte dann am Freitag beim Gastspiel auf St. Pauli ein kontrolliertes Ausleben von Faszination und Emotion, was uns ja, wie ihr an den Bildern sehen könnt, eindeutig gelungen ist. Hierbei wurde speziell auf das verantwortungsbewusste Umgehen mit den pyrotechnischen Gegenständen geachtet. Viele Bengalos wurden in der Hand gezündet und wie in der ersten Veröffentlichung angekündigt, flogen auch keine Materialien auf das Spielfeld oder über den Zaun – somit war zu keiner Zeit der Spielbetrieb oder ein Fan im Gästeblock gefährdet. Sehr gespannt erwarten wir nun die Reaktion der Presse und des Verbandes.
(Stadionwelt, 07.12.2010)

Hier geht es zum großen Interview mit einem Vertreter der Kamapgne "Pyrotechnik legalisieren – Emotinen respektieren":
Interview mit Jannis Busse

Hier geht es zu weiteren Kurzinterviews zum Thema:
Kurzinterview Cattiva Brunsviga
Kurzinterview B-Block Würzburg
Kurzinterview Pfalz Inferno Kaiserslautern
Kurzinterview Commando Cannstatt – VfB Stuttgart
Kurzinterview Ultras Essen

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Pyroaktion der Pfälzer in Hamburg. Die Bengalos blieben im Block und flogen nicht aufs Spielfeld.
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