Stärkung der Fanrechte in der Schweiz?

Faszination Fankurve 11.11.2010 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Glaubt man diversen Schweizer Medienberichten könnte sich schon bald eine legalisierte Form von Pyrotechnik in den Schweizer Stadien durchsetzen. Die SP Stadt Bern möchte mit ihrem Vorschlag landesweit ein Pilotprojekt etablieren und die Fans entkriminalisieren.

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Einsatz von Pyrotechnik im Berner Fanblock beim Auswärtsspiel in Neuchatel
Bild: YBForever.ch

In einem gesonderten Bereich in den Fanblöcken sollen nach Meinung der Stadtpartei Bern zukünftig im Stade de Suisse pyrotechnische Gegenstände legal abgebrannt werden. Ein Grund für den Vorschlag der Partei sei nach Angaben der Schweizer Medien, dass sich die Fans ohnehin nicht an das Verbot halten und die Polizei diese auch fast nie ahnden würde. Zumal Fußballfans aller Couleur auch die Bilder von Rauch und Bengalischen Fackeln als Stimmungsfördernd betrachten würden. Die SP Bern forderte bei auf der Delegiertenversammlung Anfang November außerdem noch folgende Punkte zum Thema „Gewalt an Sportanlässen“ in einem Positionspapier:

  • Die Fanarbeit leistet effektive Präventionsarbeit und wirkt deeskalierend. Stadt, Region, Kanton und die Clubs müssen für die Fanarbeit Bern zusätzliche finanzielle Mittel bereitstellen.
  • Die Partizipation der Fanvereine und der Fanarbeit muss bei allen fanrelevanten Entscheiden gewährleistet sein. Für Fußballfans darf es keine spezielle Rechtsprechung geben. Schnellgerichte etc. gehören abgeschafft oder gar nicht erst eingeführt.
  • Eine totale Videoüberwachung und Internetpranger sind aus Datenschutzgründen abzulehnen.
  • Ein Verbot von Choreographien, wie es zum Beispiel vorübergehend in St. Gallen verhängt wurde, ist abzulehnen.
  • Das so genannte Pyroverbot wird von den Fans missachtet und von der Polizei nicht geahndet. Da ein solches Verbot niemandem nützt, soll das kontrollierte und gesicherte Ablassen von Pyrotechniken in einem Pilotversuch erlaubt werden. Die Sicherheit der MatchbesucherInnen hat dabei oberste Priorität, damit auch in Zukunft keine Verletzungen durch Pyros erfolgen.
  • Statt Alkohol in den Stadien zu verbieten, soll mehr auf Prävention gesetzt werden.

Fanmärsche und Freinächte sollen sich nicht konkurrenzieren. Beides soll erlaubt sein (sofern es irgendwann mal eine Freinacht geben sollte). (Stadionwelt, 11.11.2010)

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Einsatz von Pyrotechnik im Berner Fanblock beim Auswärtsspiel in Neuchatel
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