Europaweit sah The day after… am vergangenen Wochenende nachdenkliche Gesichter rund um die Stadien. Gleich mehrere Vereine verbinden mit den Daten des letzten Wochenendes prägende Stunden der jeweiligen Vereinsgeschichten.
Momente, die in Erinnerung bleiben
Foto: Faszination Fankurve
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Das durch den Einstieg in Leipzig wieder aktuelle Thema Red Bull beim Fußball jährt sich in diesen Tagen schon zum fünften Mal. Nach weltweiten emotionalen und kreativen Protesten gegen den Einstieg des Brauseherstellers bei der damaligen Austria Salzburg, änderte der neue Sponsor, die Vereinsfarben, den Vereinsnamen und auch das Publikum im Stadion. Unter den neuen Namen Red Bull Salzburg feierte der neue Verein mittlerweile den Einzug ins europäische Geschäft. Die Fans von Austria Salzburg kehrten damals dem neuen Verein den Rücken zu und gründeten kurzerhand die Austria neu. Seither läuft es für die Austria sportlich auch sehr rund. Auch wenn sie nicht europäisch spielen, können sie auf seither mehrere Aufstiege zurückblicken, und der Nächste steht allen Anschein nach schon unmittelbar bevor.
Große Choreo der Union Berlin-Fans beim Spiel gegen den KSC
Bild: Ballspanner-Unterwegs.de
Im Mutterland des Fußballs wehten am Wochenende die Fahnen auf Halbmast. In der Innenstadt von Leeds trafen sich am 5. April mehrere hundert Fußballfans, um den beiden im Jahr 2000 verstorbenen Leeds United-Fans zu gedenken. Die beiden Fans kamen beim Europa-Cup Spiel gegen Galatasaray Istanbul am 5. April 2000 bei einer Auseinandersetzung zwischen beiden Fanlagern durch Messerstiche ums Leben. Bis heute befinden sich die vier überführten Täter immer noch auf freien Fuß, da sie sich bisher mit Berufungsverfahren immer wieder vor einer drohenden Haftstrafe retten konnten. Englischen Medienberichten zufolge sagten nun bei der Kundgebung in Leeds einige lokale Labour-Abgeordnete der Familie Hilfe zu, dass das Verfahren gegen die vier Beschuldigten schnellstmöglich wieder aufgenommen werden soll.
In Serbien verwaisten am Wochenende die Stadien. Landesweit haben fast alle aktiven Fanszenen den vergangenen Spieltag boykottiert. Grund für die Protestaktion war die Bitte der Fans den Ligabetrieb an Ostern ruhen zu lassen. Der serbische Fußballverband kam den Anliegen der Anhänger nicht nach, und so beschlossen die Fans nicht in die Stadien zu gehen. Lediglich vereinzelte Spruchbänder waren in den Spielstätten vorzufinden.
Für Aufsehen sorgte am Karfreitag die Aktion der Fanszene des Zweitligisten 1. FC Union Berlin. Obwohl sie zum damaligen Zeitpunkt in der Tabelle noch sieben Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt waren, machten die Fans beim Training der Mannschaft mit Transparenten den Spielern klar, dass ein Abstieg aus der zweiten Liga nicht in Frage käme und die Mannschaft mit Kampf und Leidenschaft dagegen angehen sollten.
In der kommenden Woche ist The day After… wie gewohnt wieder montags an der üblichen Stelle. Neben dem Abschneiden der deutschen vereine im europäischen Geschäft wird bestimmt auch das weitere Vorgehen gegen den HSV-Spieler Paolo Guerrero ein Thema sein. Nach seinem Trinkflaschenwurf gegen einen Fan auf der Tribüne ermittelt mittlerweile angeblich sogar die Staatsanwaltschaft gegen den 26-jährigen Profi des HSV. Interessant dürfte für alle Fans werden wie der DFB und DFL in diesem Fall vorgeht, die Stadionverbotsrichtlinien sehen für ein Ermittlungsverfahren bereits ein Stadionverbot von ein bis zwei Jahren vor. (Stadionwelt, 06.04.2010)
Bild: Ballspanner-Unterwegs.de




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