Die Erwartungen nicht erfüllt?

Faszination Fankurve 29.03.2010 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Es war viel geboten am vergangenen Wochenende. Nach einer Woche mit harten Strafen gegen die Vereine und vor allem gegen die Fans schauten die Medien gespannt auf die Fans und ihr Verhalten. Doch was haben sie erwartet? The Day after… versucht es aufzudecken.

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Die Ultras Nürnberg waren diesmal auf der Gegentribüne unter dem Dach des Weserstadions anzutreffen
Bild: Faszination Fankurve

Hart wie bisher noch nie griff der DFB letzte Woche durch. Die ersten betroffenen Fans waren die Anhänger vom FC Nürnberg. Nur personalisierte Sitzplätze im Gästebereich gingen in Franken über die Ladentheke. Dies fand offensichtlich wenig Anklang. Denn auch der Sitzplatzbereich der Franken schien in Bremen fast schon verweist. Aus Protest gegen die Maßnahmen fanden sich die Ultras Nürnberg an einer ganz unerwarteten Stelle des Weserstadions ein. Und feuerten von dort ihre Mannschaft an.

Eine andere Mannschaft, die schon bald in den zweifelhaften Genuss von einer Zuschauersperre kommt, ist das aktuelle Tabellenschlusslicht Hertha BSC Berlin. Sportlich scheinen die Herthaner ihre theoretische Chance noch zu wahren. Aber ein ähnliches Bild wie am Samstag gegen Dortmund dürfte es beim kommenden Heimspiel gegen Stuttgart am 10. April im Olympiastadion nicht geben. Denn am Samstag waren unter den mehr als 60.000 Zuschauern immerhin 15.000 Gästefans. Bei der bevorstehenden Zuschauerbeschränkung auf 25.000 Zuschauer beim Spiel gegen den VfB Stuttgart wären sonst die Hartha-Fans in Unterzahl.

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Große Choreo der Magdeburger Fans zum Spielbeginn gegen den Halleschen FC
Bild: Schuch

Ein paar Ligen weiter unten wurde am Wochenende natürlich auch gegen den Ball getreten. Und das den Zuschauerzahlen zufolge nicht unspektakulär. Denn so fand in der Landesliga Nord Bayern (6. Liga) das Stadtderby zwischen dem Würzburger FV und den Würzburger Kickers vor mehr als 3.000 Zuschauern statt. Auch das Derby zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem Halleschen FC lockte wieder jung und alt nach Magdeburg ins Stadion. Mehr 11.000 wollten den Klassiker in der Regionalliga Nord sehen, bei dem beide Fanszenen auch wieder einiges boten.

Das größte mediale Aufsehen hatte am Sonntagnachmittag das Spiel zwischen dem FC St. Pauli und dem FC Hansa Rostock. Nachdem nur 500 Gästefans aus Rostock zugelassen waren, lehnte der Gastverein das Angebot dankend ab und sandte nur sieben Fanvertreter nach St. Pauli, um Protestspruchbänder aufzuhängen. Die in den Medien befürchteten Auseinandersetzungen von trotzdem angereisten Hansafans blieben aus. Viel mehr gab es zu Beginn des Spiels einen Boykott der St. Pauli-Fans in den ersten fünf Minuten. Die Südtribüne von St. Pauli wollte so auf den Einschnitt der Fanrechte hinweisen.

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Die Südtribüne des Millerntor – in den ersten fünf Minuten gegen Hansa Rostock blieb sie leer
Bild: http://tor.repage.de

In der kommenden Woche meldet sich The Day After… durch die Feiertage einen Tag später als gewohnt, aber wird natürlich auch dann einen genauen Blick auf das Geschehen der Fankurven dieser Welt werfen. Selbstverständlich wird unter anderem ein Augenmerk auf den internationalen Spielen mit deutscher Beteiligung legen. Da alle Vereine anscheinend wahre Zuschauermagneten zugelost bekamen. So meldet beispielsweise der Hamburger SV bereits heute 44.000 verkaufte Karten für das Spiel gegen Standard Lüttich und der deutsche Rekordmeister Bayern München hat für das Aufeinandertreffen mit Manchester United überhaupt keine Eintrittskarten mehr zur freien Verfügung und meldet ausverkauftes Haus. (Stadionwelt, 29.03.2010)

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Die Ultras Nürnberg waren diesmal auf der Gegentribüne unter dem Dach des Weserstadions anzutreffen
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Große Choreo der Magdeburger Fans zum Spielbeginn gegen den Halleschen FC
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Die Südtribüne des Millerntor – in den ersten fünf Minuten gegen Hansa Rostock blieb sie leer
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