Zwei Trainerwechsel, eine Pokalsensation und ein Trainer, der trotz Krise weiterhin volles Vertrauen vom Vorstand besitzt. Die vergangene Woche bot wieder für alle Fans etwas. The day after… schaute natürlich wieder etwas hinter die Kulissen.
Proteste, Zusammenhalt und Entschuldigungen
Foto: Faszination Fankurve
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Mit Heiko Herrlich hat der VfL Bochum Ende der letzten Woche aus ihrer Sicht den Rettungsanker geworfen. Geholfen hat es nicht wirklich viel, denn auch das Auswärtsspiel am Wochenende in Frankfurt ging mit 2:1 verloren. Ähnliches gibt es auch eine Liga tiefer. Peter Neururer musste am Freitag den Trainerstuhl beim MSV Duisburg wieder räumen. Die Kohorte Duisburg sieht Trainer Neururer nur als „Bauernopfer“ vom Verein. Sie werfen den Spielern Desinteresse an der aktuellen Situation und dem Vorstand Misswirtschaft vor. Auf ihrer Internetseite gaben sie nun bekannt die Mannschaft bis auf weiteres nicht mehr während eines Spiels zu unterstützen.
Große Demonstration in Köln für den Erhalt der 50+1 Regel beim Heimspiel gegen Hannover 96Bild: WH96.de
In Kroatien sind die Fans von Hajduk Split noch einen Schritt weiter gegangen. Dort herrscht Medienberichten zufolge zwischen Verein, Mannschaft und den Anhängern rund um die Torcida Split ein offener Bruch. Bereits beim letzten Spiel verließen sie geschlossen das Stadion und ausgerechnet das Derby gegen Dinamo Zagreb boykottierten sie komplett. Anstatt ins Poljud-Stadion pilgerten mehr angeblich als 5.000 Hajduk-Fans in das alte Stadion und feierten dort friedlich und demonstrierten gegen die aktuelle Situation. Den 2:1 Heimsieg von Hajduk gegen Dinamo sahen allerdings nur 3.500 Zuschauer im Pulja-Stadion.
Beim VfB Stuttgart sah es am Wochenende genau anders aus. Dort bekannte sich der Verein trotz anhaltender Krise zu ihrem Trainer Markus Babbel. Schon in der letzten Woche saßen sich auch Teile der Fanszene mit Spielern zusammen und diskutierten die aktuelle Situation bei den Schwaben. Anscheinend wurde den Spielern bei dem Gespräch deutlich, dass alle in einem Boot sitzen. Und so kam die Mannschaft bereits vor dem Spiel gegen FC Bayern München in die Cannstatter Kurve, um sich zusammen mit den Fans heiß auf das Spiel gegen den Rekordmeister zu machen.
Eine Entschuldigung der besonderen Sorte konnte man am Wochenende in England wahrnehmen. Über die Medien entschuldigte sich dort die Polizei für versehentlich veröffentlichte Fahndungsfotos. Irrtümlich seien unbeteiligte Personen auf den Fahndungsplakaten nach dem Derby zwischen West Ham United und Millwall FC abgedruckt geworden. Eine Person war unter anderem Paul Anderson, ein englischer Schauspieler. Er wurde mit einem Szenenfoto aus dem aktuellen Kinofilm „The Firm“, einer Hooligan-Buch-Verfilmung, gesucht.
Auch in der kommenden Woche hält The day after… natürlich wieder Augen und Ohren auf und berichtet am Montag an gewohnter Stelle. (Stadionwelt, 02.11.2009)




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