Am kommenden Wochenende finden gleich mehrere so genannte Risikospiele statt. Darunter unter anderem einige brisante Ost-Derbys. Alle Beteiligten, sei es Vereine, Verbände und Polizei, rufen zu einem fairen und friedlichen Miteinander auf.
Derbyzeit im Osten
Foto: Faszination Fankurve
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Das von den Medien am meisten beachtete Spiel ist wahrscheinlich das Leipziger Stadtderby zwischen dem FC Sachsen Leipzig und dem 1. FC Lokomotive Leipzig. Beide Vereine haben eigens für das Spiel sogar einen Werbespot und Aufruf zum Fairplay auf den Rängen gedreht:
In Jena kommt es ebenfalls zu einem klassischen Derby. Der FC Carl Zeiss empfängt am Sonntag im Ernst-Abbe-Sportfeld den thüringischen Rivalen aus Erfurt. Obwohl das Spiel aus Sicht beider Vereine „das Salz in der Suppe“ ist, rufen beide die Fans auf, bei aller Rivalität auch fair zu bleiben. FC Carl Zeiss Jena Präsident Peter Schreiber erklärte auf der Homepage des Clubs: „Nach dem Spiel im Februar war ich stolz auf unsere Fans, ich denke, das werde ich auch am Sonntag sein können!“ Um auf Nummer sicher zu gehen, gibt es bereits auf der Anreise nach Jena eine strikte Fantrennung.
Ein paar Kilometer weiter nordöstlich, genau genommen in Dresden, gastiert der FC Erzgebirge Aue. Die Bundespolizei ließ für das Spiel eine Sonderverordnung ausgeben, die die Mitnahme von Glasflaschen bei der An- und Abreise verbietet. Außerdem werden die Tageskassen in Dresden nicht geöffnet, weshalb der Verein und die zuständigen Sicherheitsbehörden von einer Anreise ohne Ticket zwingend abraten.
Bereits heute Abend steigt in der zweiten Liga das Spiel zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem FC Hansa Rostock. Der Gastverein hat bekannt gegeben, dass es nur Tickets für die Fans gab, die auch gleichzeitig eine Fahrkarte für einen der beiden Entlastungszüge gekauft haben. In diesen extra bereit gestellten Zügen und im Stadion gilt zudem noch ein striktes Alkoholverbot. Auf der Fanseite Hansafans.de sind Berichte zu lesen, wonach vielen Hansa-Fans die Lust auf das Auswärtsspiel in Berlin vergangen sei, da die Anfahrt und die Unterbringung Gästeblock stark an „Viehtransporte“ erinnere. In den Augen einiger Fans geht es Hansa Rostock, vor allem dem Sicherheitsbeauftragte, nicht um Prävention oder soziale Verantwortung. Machtdemonstration sei nach Meinung der Fans der eigentliche Grund. Weiterhin wird dem Sicherheitsbeauftragten von Fanseite vorgeworfen, dass er seine eigenen Interessen in den Vordergrund stelle, da er zeitgleich die zuständige Sicherheitsfirma leite. (Stadionwelt, 21.08.2009)




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