Strafen, Proteste und neuer Ärger

Faszination Fankurve 02.03.2009 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

In den vergangen Tagen war wieder viel los in den Stadien. Aber auch Folgen der Ereignisse rund um Spiele der letzten Wochen beschäftigten die Fans. Während hier noch über Konsequenzen diskutiert wird, gab es anderswo schon neue Aufreger.

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Das Derby zwischen Jena und Rot-Weiß Erfurt zog auch für den Gastgeberverein eine Strafe nach sich. Doch während man in Erfurt als Reaktion von Vereinsseite bekannt gab, die gesamte Gruppe Erfordia Ultras aus dem Stadion zu verbannen, wenn möglich auf Lebenszeit, sieht man sich in Jena zu unrecht bestraft. Schließlich habe man alles getan, um für Sicherheit rund um das Ernst-Abbe-Sportfeld zu sorgen und so weigert sich der Verein derzeit, die vom DFB verhängte Geldstrafe zu begleichen.

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Block der Frankfurter Fans am Wochenende
Bild: Speedy – www.eintr8-4ever.de

Bei der Eintracht in Frankfurt tun sich nach einer ähnlichen Situation schon fast Abgründe auf. Nach dem Zünden von bengalischen Feuern und der Verwendung von Leuchtraketen in Karlsruhe sind die Fronten in Frankfurt verhärtet. Der Verein, kurz darauf zu 40.000 Euro Geldstrafe verurteilt, fordert nun eine lückenlose Aufklärung der Vorfälle und verhängte für die Auswärtsspiele ein Verbot von Fanutensilien jeglicher Art und bezeichnete Teile der Fans als „Saboteure“. Des Weiteren wird es in Zukunft Auswärtstickets nur noch in personalisierter Form geben. Als Reaktion auf die Einschränkungen bekannten sich die Ultras Frankfurt zur Verwendung von Pyrotechnik und verurteilten lediglich die Leuchtspurraketen, die auf dem Spielfeld des Wildparkstadion gelandet waren. Zudem riefen sie wegen der Maßnahmen zu einem Stimmungsboykott beim Heimspiel gegen Schalke 04 auf.

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Sorgten im Stadion für die Derbystimmung aus Baden, die Gegengerade des KSC
Bild: Claude Rapp – www.CR-Fotos.de

Damit sich beim Karlsruher SC solche Szenen nicht ausgerechnet beim Baden-Württembergischen Derby wiederholten, waren rund um das Spiel mehr 600 Polizei-Beamte und fast genauso so viele private Sicherheitskräfte im Einsatz und fuhren eine Null-Toleranz-Linie gegen die Fans beider Vereine. Nach zwei Böllerexplosionen vor dem Eingang der Schwaben wurden kurzerhand über 170 Personen in Gewahrsam genommen und erst Stunden nach dem Spiel wieder frei gelassen. Auch auf Karlsruher Seite gab es etliche Festnahmen zu verzeichnen, nachdem der VfB-Mannschaftsbus bei der Anreise behindert wurde. Als Folge dessen musste das Spiel 15 Minuten später angepfiffen werden.

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Choreo beim Champions League-Gastspiel des FC Bayern Münchens von Sporting Lissabon
Bild: Marcus Hapke

Relativ friedlich und dafür bunt ging es für die deutschen Vereine im europäischen Geschäft zu. Das große Wunder wurde vom SV Werder Bremen geschafft und so kamen die Bremer beim AC Milan eine Runde weiter. Die mitgereisten Fans feierten im San Siro noch lange nach dem Abpfiff. Ebenfalls einen Grund zum Feiern hatten die hanseatischen Nachbarn des Hamburger SV, die souverän in die nächste Runde einzogen. Einen 5:0-Gala sahen die Bayernfans in Lissabon, die zudem mit einer sehr ansehnlichen Auswärts-Choreo eingeläutet wurde. Mit einer 1:3-Niederlage verabschiedete sich der VfL Wolfsburg aus dem UEFA-Cup. Leider fanden sich aufgrund der anscheinend eindeutigen Ausgangsposition nach dem verlorenen Hinspiel nur knapp 20.000 Zuschauer auf den Rängen ein, darunter ca. 500 PSG-Fans mit Unterstützung ihrer Freunde aus Köln. Ganz gegenteilig war das Auftreten der Anhänger von Zenit St. Petersburg. Angeblich wurden nur 500 Karten an die Gäste verkauft, aber im Block waren in Stuttgart an die 1.000 Gästefans. Die Russen mussten diesmal nicht mit den enorm hohen Sicherheitsbedingungen in Stuttgart kämpfen. So blieben sie beispielsweise von Stacheldraht auf den Zäunen verschont, wie ihn noch der belgische Erstligist Standart Lüttich oder Partizan Belgrad erleben durfte, und feierten den 2:1 Sieg und das Weiterkommen ihrer Mannschaft.

In Belgien startete an diesem Wochenende eine landesweite Protestaktion gegen die möglichen Auswüchse des modernen Fußballs. Mehr als 20 Fangruppierungen nehmen daran teil. Mit Spruchbändern und anderen Aktion wurde unter anderem für eine transparente Preispolitik, den Erhalt der Stehplätze und gegen die zunehmende Repression in Belgien demonstriert.

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Vergangener Protest gegen Repressionen in Belgien bei Standard Lüttich
Bild: www.ui96.be

Ein Relikt aus alten Zeiten kann man noch bis heute Abend 19 Uhr auf eBay ersteigern. Die Kultfigur aus dem Parkstadion in Gelsenkirchen, Catweazel, versteigert seine Trommel und die dazugehörige Perücke mit den Hörnern für einen guten Zweck. Die aktuellen Gebote liegen schon über 1.200 Euro und man darf hoffen, dass noch einiges mehr zu Stande kommt. Denn die Gelsenkirchener Tafel e.V. freut sich über jede Spende.

Für die neue Woche kann man durch aus hohe Erwartungen haben. So wird Bayer Leverkusen einen neuen Zuschauerrekord bei Heimspielen aufstellen. Denn die LTU-Arena ist am Mittwoch mit 51.000 Zuschauern bereits ausverkauft. Ein weiteres Augenmerk wird der nächste The day after… natürlich auf das Gastspiel von Hansa Rostock in St. Pauli legen, da dieses Duell in der Vergangenheit schon für einigen Gesprächsstoff sorgte. (Stadionwelt, 02.03.2009)

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Block der Frankfurter Fans am Wochenende
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Sorgten im Stadion für die Derbystimmung aus Baden, die Gegengerade des KSC
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Choreo beim Champions League-Gastspiel des FC Bayern Münchens von Sporting Lissabon
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Vergangener Protest gegen Repressionen in Belgien bei Standard Lüttich
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