Von der unterschiedlichen Reaktion zweier Vereine

Faszination Fankurve 16.02.2009 0 Kommentare

Foto: Stadionwelt

In Hamburg wurde für das Heimspiel gegen Arminia Bielefeld zum Fahnentag ausgerufen. Anderswo wurde nach einigem Chaos rund um eine Investorengruppe erst von den Fans zu Ruhe im Verein aufgerufen. Ein Spieler schloss sich dem Aufruf an.

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Wie Stadionwelt berichtete hatten einige Fangruppen von 1860 München den Verein zur Besonnenheit aufgerufen und nicht auf die vielen Medienberichten zu reagieren. 1860-Kapitän schluf vor dem Heimspiel gegen Ahlen in eine ähnliche Kerbe. Er bat die Fans um Unterstützung. Er betonte, dass man in Situationen wie diesen zusammenhalten müsse. Zum Spiel selber kamen allerdings nur 18.000 Zuschauer, was eine der niedrigsten Besucherzahlen in der Geschichte des Stadions bedeutet.

In Hamburg hat man mit schlechten Besucherzahlen keine wirklichen Probleme. Selten findet man im Stadion in Stellingen viele leere Plätze. Schon mit der letzten Ausgabe des Magazins des Supporters Clubs wurden Fahnen verschickt und mitgeteilt, dass es beim Spiel gegen Arminia Bielefeld einen Fahnentag geben solle. Im Stadion selber wurden am Spieltag noch Fahnen und Fahnenstöcke für einen Euro verkauft. Der Versuch die Arena in ein blau-weiß-schwarzes Meer zu verwandeln gelang.

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Choreo von Dortmund beim Spiel gegen Cottbus.
Bild: Stadionwelt

Eine Premiere gab es beim Spiel von Cottbus in Dortmund. Die Karten für den eigentlichen Gästeblock wurde an Dortmunder Anhänger vergeben, weil es in der Vergangenheit nur relativ wenige Fans aus der Lausitz ins Ruhrgebiet geschafft hatten. Der BVB sprach im Vorfeld auf seiner Homepage von 250 erwarteten Cottbussern. Einige mehr wurden es dann doch, die die große Choreo der Dortmunder auf der Südtribüne bestaunen durften.

Nicht weit südlich von Cottbus in Dresden fand am Wochenende ein Spiel statt, das den Zuschauerschnitt der Sachsen in der Regionalliga erheblich drückt. Wie Stadionwelt berichtete wurde der Club aus der Elbmetropole erst zu einer Zuschauerbegrenzung von 4.000 eigenen Fans verurteilt. Das Urteil wurde später dahingehend abgemildert, dass sämtliche Dauerkarteninhaber von Dynamo ins Stadion dürfen. Deswegen waren rund 5.000 Besucher zugelassen worden.

Keinerlei Beschränkung gab es erstmals in puncto Fanutensilien beim 1. FC Köln. Der Verein hatte kürzlich angekündigt, das so genannte St. Pauli-Modell umzusetzen. Dabei sind den Gästefans sämtliche üblichen Fanutensilien, eispielsweise Fahnen erlaubt, solange gewisse Regeln, wie derVerzicht auf Pyro, eingehalten wird. Die erste Szene, die in den „Genuss“ der neuen Regelung kam, war aus Karlsruhe.

In der dritten Liga kam es am Samstag zum ewig brisanten Thüringen-Derby zwischen Jena und Erfurt. Einige Minuten vor Schluss führte der Gast aus der Landeshauptstadt im natürlich ausverkauften Stadion mit 1:0. Als pyrotechnische Gegenstände gezündet wurden, unterbrach der Schiedsrichter die Partie für rund fünf Minuten. Der DFB teilte noch am Samstag mit, dass der Kontrollausschuss die Vorfälle untersuchen werde. Verantwortliche von Jena haben mittlerweile erklärt, dass Fans des FCC nicht beteiligt waren. Man spricht vom vorbildlichen Verhalten der eigenen Fans. Medienberichten zufolge könnte die Reaktion der Vereinsverantwortlichen des Gegners aus Erfurt vollkommen anders aussehen. Unter anderem wurde geschrieben, dass möglicherweise ganze Gruppen mit Stadionverbot belegt werden könnten.

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Bei der Stadionverbotsthematik spielt auch Rivalität keine Rolle. Hier Bayern-Fans am Wochenende.
Bild: www.hertha-inside.de

Viele andere Spiele der dritten Liga wurden am Wochenende wegen des Wetters abgesagt. Wie Stadionwelt berichtete sollte es vor der Heimpartie der Stuttgarter Kickers eine Demonstration gegen die Sportpolitik der Landeshauptstadt geben. Da das Spiel gegen Unterhaching abgesagt wurde, fiel auch die Demo aus. Wann sie nachgeholt wird, ist noch nicht klar.

In der kommenden Woche startet am Dienstag mit dem Nachholspiel Austria Kärnten gegen Sturm Graz auch die österreichische Liga nach einer langen Winterpause ins Fußballjahr 2009. Etwa zwei Drittel der Besucher der österreichischen Bundesliga halten die Spiele der Bundesliga des südlichen Nachbarn für sicher. Eine Umfrage der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien ergab Medienberichten zufolge auch, dass lediglich jeder Zehnte Bedenken bezüglich der Sicherheit in den Stadien habe. In der gesamten vergangenen Saison habe es 380 Strafanzeigen, beispielsweise für Körperverletzung oder Sachbeschädigung, gegeben. Insgesamt wurden 119 Personen, davon 41 Polizisten, verletzt. Über zwei Drittel der befragten Fans bezeichneten ihr Verhältnis zur Polizei als schlecht. Neun Prozent der befragten Fans bezeichnen sich selbst als gewaltbereit.

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Choreo der Frankfurter beim Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg.
Bild: www.eintracht-online.net

Der day after… wird natürlich ein Auge darauf haben, was sich im Europapokal tut, der Mittwoch und Donnerstag mit den Hinspielen im UEFA-Pokal beginnt. Aufgrund des Rosenmontags wird der day after… nächste Woche voraussichtlich erst am Dienstag erscheinen. (Stadionwelt, 16.02.2009)

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Choreo von Dortmund beim Spiel gegen Cottbus.
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Bei der Stadionverbotsthematik spielt auch Rivalität keine Rolle. Hier Bayern-Fans am Wochenende.
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Choreo der Frankfurter beim Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg.
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