9 Tore, FARE und ein stiller Protest

Faszination Fankurve 20.10.2008 0 Kommentare

Foto: Stadionwelt

Das Ergebnis des Wochenendes kam aus Rostock, wo sich die heimischen Fans über ein Neun-Tore-Spektakel freuten, die Gästefans aus Koblenz über ein Neun-Tore-Debakel verwundert die Augen reiben mussten. Ansonsten läuft die FARE-Woche.

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An der nahmen beispielsweise die Fans des 1. FC Köln teil. Beim Spiel gegen Energie Cottbus zeigten sie vor der Südkurve ein Transparent mit einer Positionierung gegen Rassismus. Sämtliche Aktionen der hiesigen aber auch der vielen internationalen Teilnehmer finden sie auf der Homepage von Football Against Racism in Europe.

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Fare-Aktion in Köln.
Bild: Stadionwelt

Von Europa ist man in Mönchengladbach dieser Tage noch etwas entfernt. Mit Hans Meyer kommt ein alter Bekannter zurück, der bei den Fans des Clubs vom Niederrhein nach wie vor sehr beliebt ist. Zum ersten Training kamen Medienberichten zufolge 1.000 Fans. Friedhelm Funkel, Trainer von Eintracht Frankfurt, hat diesen Bonus momentan nicht. Bei der Niederlage gegen Leverkusen wurde er mehrfach von der Heimkurve ausgepfiffen und sein Rauswurf gefordert.

Grund zu pfeifen haben die Fans der TSG Hoffenheim auf keinen Fall. Der Aufsteiger setzt sich tatsächlich in höheren Tabellengefilden fest. Allerdings wird das vom eigenen Anhang nur recht wenig gewürdigt. Zum Spiel nach Hannover reisten TV-Berichten zufolge so wenige Fans, dass der eigentliche Gästeblock an 96-Fans vergeben wurde und die Gäste daneben untergebracht wurden. Lediglich 278 sollen die Reise in niedersächsische Landeshauptstadt angetreten haben. Immerhin mehr als zum Saisonbeginn. Da waren etwa 150 in Cottbus.

Nach Jena hatten sich viele Fans aus Dresden aufgemacht. Das Spiel selber stand kurz vor dem Abbruch, als im Dynamo-Block pyrotechnische Gegenstände gezündet wurden und versucht wurde, auf das Spielfeld zu gelangen. Das gelang später Fans des Heimteams. Zeitweilig wurden die beiden Teams vom Schiedsrichter in ihre Kabinen geschickt. Dynamo Dresden, Vertreter des Fanprojekts, der Fanbeauftragte, der Sicherheitsbeauftragte sowie Vertreter der Fangemeinschaft Dynamo e.V. haben die Vorfälle im Gästeblock mittlerweile verurteilt.

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1.FC Bocholt-Fans beim Derby.
Bild: Kami

Derartiges hat sich beim ersten seit vielen Jahren mal wieder stattfindenden Bocholter Stadtderby nicht zugetragen. Zum dem Landesligaspiel zwischen dem 1. FC und Olympia kamen immerhin um die 2.000 Zuschauer. Aufgrund des großen Zuschauerandrangs wurde sogar zehn Minuten später als eigentlich geplant angepfiffen.

Den Anpfiff beim Spiel HSV gegen Schalke am gestrigen Sonntag verpassten einige HSV-Anhänger, weil sie auf dem Weg zum Stadion von der Polizei festgenommen wurden. Die Begründung „Gefahrenabwehr“. In einer Mitteilung gab Chosen Few bekannt, dass von der Gruppe keinerlei Gefährdung ausging. Eine bereits ausgelegte Choreo wurde kurzfristig abgeblasen. Dazu sollte das Spiel schweigend verfolgt werden, was allerdings nur teilweise von allen HSV-Fans mitgetragen wurde. (Stadionwelt, 20.10.2008)

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Hamburg gegen Schalke.
Bild: Bastian Trojahn

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Fare-Aktion in Köln.
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1.FC Bocholt-Fans beim Derby.
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Hamburg gegen Schalke.
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