Damen-Handball als Trend?

Faszination Fankurve 14.10.2008 0 Kommentare

Foto: Christoph Kalms

Was in anderen Ländern Usus ist, nämlich dass Fußballfans ihren Verein auch in anderen Sportarten unterstützen, nimmt in Deutschland immer mehr Form an. So scheint es dem Frauen-Handball gelungen zu sein, sich zum „Zweit-Sport“ vieler Szenen zu entwickeln.

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FC-Fans bedanken sich.
Bild: Christoph Kalms

Die Damen des 1. FC Köln, derzeit Regionalligist, erfreuen sich schon länger eines Supports von Fans, die eigentlich dem Fußball entstammen. Zwar kamen früher mehr Zuschauer mit Szenebezug – um die Jahrtausendwende wurden sogar eigene Busse gemacht – heute sind aber immer noch regelmäßig um die zwanzig Personen aus der Fanszene bei den Spielen in der Europahalle zu finden.

In Leverkusen, die Bayer-Damen spielen in der Bundesliga, wurde erst kürzlich von Seiten der Ultras Leverkusen dazu aufgerufen, sich in der Wilhem-Dopatka-Halle einzufinden, um die „Elfen“ gegen Göppingen zu unterstützen. Die Heimstätte des Teams liegt nur wenige Meter von der Spielstätte der Fußballer, der BayArena, entfernt.

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2003. Fortuna-Fans beim Aufstieg der Damen.
Bild: www.super-fortuna.de

Einige weitere Kilometer den Rhein hinauf ist der „Boom“ schon wieder etwas abgeflaut. Früher haben sich bei wichtigen Spielen immer mal wieder Düsseldorf-Fans bei den Handballdamen der Fortuna eingefunden.

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Dortmund gegen Oldenburg.
Bild: www.hsdo.de

Beim BVB aus Dortmund geht das Handball-Engagement bereits einige Jahre. Es gibt sogar eine eigene Homepage. Unter Handball Sympathisanten Dortmund findet man einiges über die Aktivitäten der BVB-Fans beim Frauen-Handball, die ihren Ursprung wohl im April 2005 haben. Ab und an gab es bei den Heimspielen sogar größere Choreos.

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Immer mal wieder gab es in Dortmund Aktionen zu den Spielen der BVB-Handballdamen.
Bild: www.hsdo.de

Eine solche war kürzlich auch in Mainz zu sehen. Anhänger des FSV unterstützten ihr Handball-Team im Juni dieses Jahres und konnten sich über einen Sieg gegen Flörsheim freuen. Durch den deutlichen Erfolg gelang der Aufstieg in die Regionalliga. Unter den 400 Zuschauern waren geschätzte 120 Personen aus der Szene. Das Engagement soll, wenn es zeitlich möglich ist, fortgesetzt werden.

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Mainzer supporten in der Halle.
Bild: www.rheinhessen-on-tour.de

In Nürnberg schnupperte man in der letzten Saison gleich doppelt europäische Luft. Zum einen hatten sich die Kicker durch den Pokalsieg für den UEFA-Pokal qualifiziert, zum anderen spielten die Handball-Damen des Clubs in der Champions League. Beim Spiel gegen ein schwedisches Team wurden die Bundesligaspielerinnen, die amtierender Deutscher Meister sind, von etwa 200 Fans optisch und akustisch unterstützt. Auch hier findet sich, wenn es mit den Fußballern nicht kollidiert, regelmäßig eine supportwillige Gruppe zusammen.


Die Nürnberger Damen wurden von einem großen Publikum unterstützt.
Bild: Jens Liebscher

Weshalb Damen-Handball auf Fußballfans plötzlich eine Anziehungskraft besitzt, ist kaum zu beantworten. Häufig hört man in dem Zusammenhang den Begriff „familiäre Atmosphäre“. Spiele in kleinen engen Hallen bieten zudem auch die Möglichkeit, am eigenen Support zu arbeiten und neue Lieder auszuprobieren. Eine nette Abwechslung vom Ligaalltag ist es allemal. (Stadionwelt, 14.10.2008)


Club-Fans in Aktion.
Bild: Jens Liebscher

Choreo von Mainzer Handballfans.
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FC-Fans bedanken sich.
Bild: Christoph Kalms
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2003. Fortuna-Fans beim Aufstieg der Damen.
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Dortmund gegen Oldenburg.
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Immer mal wieder gab es in Dortmund Aktionen zu den Spielen der BVB-Handballdamen.
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Mainzer supporten in der Halle.
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