Die große internationale Bühne

Faszination Fankurve 25.08.2008 0 Kommentare

Foto: SturmTifo.com

Der britische Prime Minister Gordon Brown hat öffentlich vorgeschlagen, bei den Olympischen Spielen 2012 mit einer gesamtbritischen Mannschaft anzutreten. Was sonst auf der Bühne Fußball geschehen ist, beschreibt der international daherkommende day after…

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Ein sehr trauriger Vorfall ereignete sich in Frankreich. Am Samstag verunglückte ein Fanbus von Olympique Marseille. 47 Personen wollten darin zum Auswärtsspiel nach Le Havre reisen. Mindestens zwei Marseille-Fans starben bei dem Unfall, weitere sollen in Lebensgefahr schweben. Das Spiel selber gewann Marseille mit 1:0. Es wurde entgegen Absage-Forderungen in Gedenken an die Opfer ausgetragen.

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Eine Runde nach Budapest reisten die Grazer nach Zürich.
Bild: SturmTifo.com

Der österreichische Bundesligist Graz ist von der Kontroll- und Disziplinarkammer des europäischen Fußball-Verbandes UEFA zu einer Geldstrafe von 25.000 Euro verurteilt worden. Dazu kommen 5.600 Euro Schadenersatz, die an Honved Budapest gezahlt werden sollen. Wie Stadionwelt berichtete war es beim Spiel Budapest gegen Graz zu Auseinandersetzungen zwischen Fans und Ordnern gekommen. Sturm Graz kündigte an, die Entscheidung genau prüfen zu wollen und dann Berufung einzulegen. Der ungarische Hauptstadtclub Honved – unter anderem wurde seinem Ordnungsdienst brutales Vorgehen gegen die Gästefans vorgeworfen – wird die kommenden Heimspiele im Europapokal unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen müssen.

Gar nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit fand am Sonntag das 286. Wiener Derby zwischen Austria und Rapid Wien statt. Schon im Vorfeld hatte eine Plakatwerbekampagne von Austria im Rapid-Stadtteil Hütteldorf für Aufregung gesorgt. Das Spiel wird ebenfalls einige Zeit für Schlagzeilen sorgen. Rapid-Keeper Georg Koch musste bereits nach wenigen Minuten das Spielfeld verlassen. Grund war ein Knallkörper, der unmittelbar neben ihm explodiert war. Das Spiel selber (3:0 für Rapid) wurde später fortgesetzt.

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Römer-Fans müssen vermutlich auf Gäste aus Neapel verzichten.
Bild: Claude Rapp

Italiens Liga beginnt erst am kommenden Wochenende. Mit Napoli bei AS Rom und Florenz gegen Juventus Turin stehen gleich zwei prestigeträchtige Partien auf dem Spielplan. So wie es aussieht könnten die allerdings – mittlerweile im Land des Calcio fast eine Gewohnheit bei sogenannten „Risikospielen“ – ohne Gästefans über die Bühne gehen. Zumindest bis heute gab es keinen Kartenvorverkauf für die Gästeblöcke.

In Australien möchte man ebenfalls gegen Gewalt in den Stadien vorgehen. So können brisante Spiele (beispielsweise zwischen Sydney FC und Melbourne Victory) in der Zukunft grundsätzlich schon am Freitag stattfinden. Gewalttätige Fans müssen mit Stadionverboten von bis zu fünf Jahren rechnen. Die Football Federation Australia soll angeblich sogar über lebenslange Stadionverbote nachdenken.

Im Irak hat sich am Wochenende die größte Menschenmenge zu einem Fußballspiel versammelt, seit die Vereinigten Staaten 2003 in das Land einmarschiert sind. Der Bagdader Club Al-Zawraa verlor vor zehntausenden Fans mit 1:0 gegen ein Team aus Irbil aus dem Nordirak. Zu befürchteten Anschlägen oder anderweitigen Problemen kam es indes nicht.

Der day after… meldet sich am kommenden Montag zurück. (Stadionwelt, 25.08.2008)

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Eine Runde nach Budapest reisten die Grazer nach Zürich.
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Römer-Fans müssen vermutlich auf Gäste aus Neapel verzichten.
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