Premiere der eingleisigen dritten Liga

Faszination Fankurve 25.07.2008 0 Kommentare

Foto: Stadionwelt

Am heutigen Abend startet die 3. Liga in ihre Premierensaison. Erstmals gibt es in Deutschland damit eine eingleisige dritte Liga. Stadionwelt wirft einen Blick auf die Vereine und Fans, denen die Qualifikation für die neue Spielklasse geglückt ist.

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Im Auftaktspiel stehen sich mit Erfurt und Dresden zwei große Namen aus dem Osten der Republik gegenüber. Beide Clubs verfügen über eine große Fanbasis.Ins Rudolf-Harbig-Stadion, das sich derzeit im Umbau befindet, pilgerten letzte Saison pro Spiel über 9.000 Dynamo-Fans. Und das obwohl die Spielzeit sportlich nicht gerade überragend verlief. Auch auswärts kann sich der Club aus der Elbstadt regelmäßig über eine große Unterstützung verlassen.

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Erfurt am letzten Spieltag der vergangenen Saison.
Bild: Stadionwelt

Auftaktgegner Erfurt landete in der Zuschauertabelle nur einen Platz hinter Dynamo Dresden. 7.390 betrug der Schnitt bei Heimspielen im Steigerwaldstadion. In der thüringischen Landeshauptstadt wird vor allem das Duell gegen den Erzrivalen aus Jena für Vorfreude sorgen. Die CZJ-Fans konnten letzte Spielzeit zwar den Einzug ins Pokalhalbfinale bejubeln, mussten aber auch den Abstieg aus der zweiten Liga hinnehmen.

Genauso erging es dem SC Paderborn. Immerhin können die Anhänger des SC endlich ihre neue Heimat beziehen, denn nach vielen Jahren wurde das neue Stadion, die paragon-arena, kürzlich eingeweiht. Einer der Zuschauermagneten der neuen dritten Liga dürfte die Eintracht aus Braunschweig werden. Der Club kann sich beinahe traditionell auf eine große Unterstützung an der Hamburger Straße verlassen. Mit fast 15.000 wies der Traditionsverein, der bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt zittern musste, den höchsten Schnitt aller Drittligisten auf.

Derartige Zahlen werden die drei Zweitvertretungen unter den insgesamt zwanzig teilnehmenden Teams kaum erreichen. Sowohl Werder, als auch Bayern und das Team des VfB Stuttgart konnten sich in punkto Zuschauer nicht auf den vorderen Plätzen der Regionalliga Nord beziehungsweise Süd platzieren. Die VfB-Spiele verfolgten immerhin über 1.200 Fans im Schnitt. Entscheidend für die Unterstützung dürfte auch sein, wie oft sich die Spiele mit denen der Profis überschneiden.

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Stuttgarter Kickers beim Derby gegen die zweite Mannschaft des VfB.
Bild: www.soke2.de

Stuttgart ist die einzige Stadt, die mit zwei Teams in der dritten Liga vertreten sein wird. Die Stuttgarter Kickers verfügen trotz enormer städtischer Konkurrenz nach wie vor über eine aktive Fanszene. Fälschlicherweise wird Unterhaching häufiger der bayrischen Metropole München zugerechnet: Die dort ansässige Spielvereinigung hat sich ebenso wie die bayrischen Clubs aus Burghausen und Regensburg, zwei Clubs mit Fanszenen, für die neue dritte Liga qualifizieren können.

Der Weg von Burghausen nach Emden dürfte die weiteste Reise für Fans in der kommenden Drittligasaison werden. Über 900 Kilometer liegen zwischen den beiden Orten. Mal sehen wie viele Fans der beiden Clubs sich auf die Reise quer durch die Republik machen werden.

Beinahe hätte die Premiere der neuen Liga ohne den VfR Aalen stattgefunden: Der Club hatte lange am Aufstieg in die zweite Liga gekratzt. Immerhin über 3.400 Fans kamen regelmäßig ins Waldstadion. Bei Fortuna Düsseldorf sah das sportlich ganz ähnlich aus. Der ehemalige Deutsche Meister und Pokalsieger ist ebenfalls knapp am Aufstieg gescheitert. Die Zuschauer kamen trotzdem: Über 12.000 waren es 2007/08 im Schnitt.

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Düsseldorf zuhause gegen Essen.
Bild: Stadionwelt

Die Kickers aus Offenbach mussten den Abstieg aus Liga 2 hinnehmen. In der neuen Liga wartet zudem kein wirkliches Derby für den Kickers-Anhang. Am ehesten ließe sich wohl noch das Spiel gegen den SV Sandhausen als solches bezeichnen. Der Club aus Nordbaden, im 10.000 Zuschauer fassenden Hardtwaldstadion beheimatet, verfügt trotz einiger Tradition noch nicht über die ganz großen Zuschauerzahlen.

In Aue, einer von vier Teilnehmern aus der ehemaligen DDR, muss man sich nach einigen Jahren in der Zweitklassigkeit erst einmal wieder an die Drittklassigkeit gewöhnen. Der kleine Ort im Erzgebirge wird aber dennoch das Zentrum für Fußball in der gesamten Region bleiben.

Union Berlin kann sich gegen die sportliche Konkurrenz in der Hauptstadt nach wie vor ganz gut behaupten. Zeitweilig durfte man in Köpenick gar vom Aufstieg in die zweite Liga träumen. Ein anderes großes Thema waren die hohen Auflagen des DFB in Sachen Stadion, die dazu führten, dass man sogar davon sprach, die Alte Försterei verlassen zu müssen.

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Union gegen Oberhausen.
Bild: Harald Voß

Derartige Probleme hatte man Wuppertal nicht. Fans des WSV und auch die Gäste können sich schon jetzt über ein kleines Schmuckkästchen freuen. Das Stadion am Zoo bekam auf den beiden Hintertorseiten neue Tribünen, die sicherlich zu einer stimmungsvollen Atmosphäre beitragen werden. (Stadionwelt, 25.7.2008)

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Erfurt am letzten Spieltag der vergangenen Saison.
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Stuttgarter Kickers beim Derby gegen die zweite Mannschaft des VfB.
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Düsseldorf zuhause gegen Essen.
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Union gegen Oberhausen.
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