Das Abstiegsgespenst geht um

Faszination Fankurve 07.04.2008 0 Kommentare

Foto: Stadionwelt

Noch gute zwei Monate, dann steht fest welche Clubs und welche Fans, den Gang eine Liga tiefer antreten müssen. Durch die Reform der Regionalliga droht einigen wenigen Clubs sogar der Verlust zweier Spielklassen. Der day after… gibt einen Überblick.

Werbung
Bild: Stadionwelt“ loading=“lazy“>

Cottbuser Jubel in Duisburg.
Bild: Stadionwelt

Nach jetzigem Stand müssen in der höchsten Spielklasse noch fünf Fanszenen wirklich bangen. Die Anhänger von Energie Cottbus durften sich in den letzten Wochen über Heimsiege gegen Bayern und Hertha freuen. Nach 363 Tagen gelang am Freitag auch mal wieder ein Sieg auf fremden Rasen. 1:0 in Duisburg. Weiter verwunderlich ist das nicht, kündigte der Energie-Block doch schon in Bochum an, die „Nummer 1 im Pott“ zu sein. Wie es der Zufall wollte, war nach Abpfiff sogar für Getränke zum Anstoßen gesorgt. Der „Groundhopping-Bus“ einer bekannten Brauerei parkte zwischen den Gästebussen…

Einen Tag später gewann Nürnberg in Frankfurt. Was das 3:1 wert ist, wird sich allerdings erst noch zeigen. Weil Feuerwerkskörper gezündet und auf den Platz geschleudert wurden, unterbrach der Schiedsrichter die Partie für etwa 20 Minuten. Das Sportgericht des DFB wird sich der Vorfälle annehmen. Es droht ein Punktabzug

Schaut man die Tabelle der zweiten Liga an, scheint die Abstiegsfrage schon beinahe geklärt. Den Fans des SC Paderborn, von Erzgebirge Aue, Kaiserslautern und aus Jena bliebe zumindest der kleine Wermutstropfen, von Beginn an, in der eingleisigen dritten Liga dabei gewesen zu sein.

Bild: Der Betze brennt“ loading=“lazy“>

Der Fahnentag gegen Hoffenheim brachte auch keine Punkte.
Bild: Der Betze brennt

Die erwähnte eingleisige dritte Bundesliga hat in den beiden Regionalligen ein Hauen und Stechen ausgelöst: Im Süden sind einige Traditionsvereine alles andere als durch. Reutlingen und Regensburg befinden sich knapp über dem Strich (Platz 10), den Fans von Siegen Kassel und der Stuttgarter Kickers stehen nervenaufreibende Wochen bevor.

Beinahe noch spannender ist die Situation im Norden. Erfurt, Magdeburg, Dresden, Braunschweig, Essen dürfen sich allesamt noch Hoffnungen machen, was im Gegenzug aber auch Zittern bedeutet. Misslingt ihnen der Sprung unter die ersten zehn, bleiben sie zwar in der Regionalliga, die dann aber nur noch der vierten Liga entspricht.

In der ist das oben erwähnten Hauen und Stechen momentan vielleicht momentan noch etwas ausgeprägter. Um weiterhin viertklassig zu bleiben, ist nämlich überall eine weit bessere Platzierung als die bloße Top Ten vonnöten. Beispiel gefällig: Meppen hat in der Tabelle der Oberliga Nord Platz acht inne. Der reicht jedoch längst nicht für die Regionalliga-Qualifikation. Folglich steckt der Club im „Abstiegskampf“. Das geht anderen genauso: BFC Dynamo Berlin und TeBe Berlin haben in der Nordstaffel des NOFV noch Chancen. Sachsen Leipzig und vor allem Zwickau sind in der Südgruppe so gut wie abgeschlagen. Bei Chemnitz und Halle sieht es besser aus. Im Westen droht Uerdingen sogar die Sechstklassigkeit. Gütersloh käme in die fünfte Liga.

Bild: www.fcsfreaks-sb.de“ loading=“lazy“>

Saarbrücken-Fans beim Derby gegen Homburg.
Bild: www.fcsfreaks-sb.de

Darmstadt führt seine Liga zwar souverän an. Der mehrfach an dieser Stelle erwähnte Kampf ist ein finanzieller, der einen automatischen Abstieg nach sich ziehen könnte. In der Oberliga Südwest stehen mit Trier, Worms und Saarbrücken zwar drei Clubs mit großem Anhang auf den rettenden Plätzen, die sind allerdings alles andere als gesichert. Homburg hat bereits sechs Punkte Rückstand. Auch in der Ländle-Liga ist noch nichts entschieden, selbst wenn es für Mannheim und Ulm sportlich ganz gut aussieht. Die Spatzen benötigen allerdings dringend Geld, sonst kann der Club keine Lizenz für die neue Regionalliga erhalten. In Bayern ist die Situation vor allem für zwei fränkische Clubs prekär. Hof und Schweinfurt droht der Abstieg in die sechste Liga.

Das unumstrittene Highlight des Spieltags hat allerdings gar nichts mit Abstiegskampf, sondern dem genauen Gegenteil zu tun. Heute Abend treffen mit Köln und Gladbach zwei Teams aufeinander, die wieder in Liga 1 wollen und deren Vorhaben angesichts der Tabellenpositionen auch nicht vollkommen aussichtslos erscheint. Auf Fanebene birgt das rheinische Derby seit jeher eine große Brisanz, die durch die abhanden gekommene Heimspielzaunfahne der Ultras Mönchengladbach erneut Nahrung erhielt. Mal sehen: Vielleicht gibt es nächste Woche ja einen day after…, der sich mit dem bundesweiten Rennen um Aufstiegsplätze beschäftigt. (Stadionwelt, 7.4.2008)

Bild: Stadionwelt“>
Cottbuser Jubel in Duisburg.
Bild: Stadionwelt
Bild: Der Betze brennt“>
Der Fahnentag gegen Hoffenheim brachte auch keine Punkte.
Bild: Der Betze brennt
Bild: www.fcsfreaks-sb.de“>
Saarbrücken-Fans beim Derby gegen Homburg.
Bild: www.fcsfreaks-sb.de
Werbung
Werbung

0 Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.

weitere Beiträge