Von Moskau bis Höhenberg

Faszination Fankurve 10.03.2008 0 Kommentare

Foto: Stadionwelt

Der American Dream ist auch in Deutschland Thema. Von ganz unten nach ganz oben zu kommen, davon träumen viele Fußballclubs. Der day after.. geht diese Woche den entgegen gesetzten Weg von den Höhen des Europapokals bis in die Niederungen der Verbandsliga.

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Schalke und seine Fans können nach dem Elfmeterschießen-Sieg in Porto weiterhin von der Finalteilnahme träumen. Zwar ist die Auslosung für das Viertelfinale erst am kommenden Freitag, Tickets für das Finale im Moskauer Luzhniki-Stadion sind aber schon jetzt bei der UEFA orderbar.

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Moskau: Hier wollen alle Knappen im Mai hin.
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Das gilt auch für das Finale des UEFA-Cups im Stadion des Premier Leagues-Teams Manchester City. Es findet eine Woche vor dem Königsklassen-Endspiel am 14. Mai statt. Unter der Woche gilt es für die vier im Wettbewerb verbliebenen Mannschaften aus München, Bremen, Hamburg und Leverkusen allerdings erst einmal das Viertelfinale zu erreichen, bevor deren Fans über eine Erweiterung des englischen Wortschatzes nachdenken sollten. Die Fans des HSV können den schon unter der Woche aufpolieren: Die befreundeten Rangers aus Glasgow spielen in Bremen, wohin sie vermutlich von einigen Hamburger begleitet werden. Im Gegenzug werden sich viele Schotten wohl auch in Hamburg blicken lassen. Für deren Unterbringung in der Hansestadt wird im Internet bereits aufgerufen.

In Bielefeld las man beim Spiel gegen Schalke etwas, dass der gemeine Engländer möglicherweise nicht verstehen würde. „We have to fight weiter“ stand auf einem Spruchband. Sollten die Spieler der Aufforderung nachgekommen sein, hat das allerdings nichts genutzt, denn die Ostwestfalen haben das Spiel mit 2:0 verloren.

Das Gefühl zwischen ganz oben und ganz unten erfahren diese Spielzeit vor allem die Fans des Zweitligisten aus Jena. Zwar steht der Club im Halbfinale des DFB-Pokals – der Favoritenschreck muss auswärts in Dortmund ran -, in der Liga sieht es angesichts von zehn Punkten auf das rettende Ufer eher düster aus. Am Sonntag wurde eine Zwei-Tore-Führung gegen Wehen noch verspielt.

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Für die Fans von Union gibt es keine Alternative zur Alten Försterei.
Bild: www.union-foto.de

Eine Liga darunter sind momentan andere Themen angesagt. Bei der Partie von Union Berlin gegen Braunschweig waren An der Alten Försterei Spruchbänder zu lesen, die sich für den Verbleib in der Köpenicker Heimstätte aussprechen. Schon bei einer Sitzung des Sportausschusses vergangene Woche über die Zukunft des in die Jahre gekommenen Stadions hörten 50 Fans des Regionalligisten zu und entrollten danach ein Transparent. Sollte das Stadion nicht modernisiert werden, drohen Spiele im Olympiastadion oder dem Jahnsportpark, wo Erzrivale BFC Dynamo früher seine größten Erfolge feierte.

Nach Feiern ist den Fans von Darmstadt 98 momentan wohl eher nicht zumute. Der hessische Traditionsverein meldete am vergangenen Donnerstag Insolvenz an. Bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens müssen 1,1 Millionen Euro aufgetrieben werden, ansonsten muss der Club zwangsabsteigen. Das wäre für die Lilien doppelt bitter, weil der Teilnahme an der Regionalliga aus sportlichen Gründen kaum noch etwas im Wege steht. Der Club belegt Tabellenposition 1. Erste Rettungsaktionen für die klammen Lilien sind aber bereits angelaufen. Mainz spielt am kommenden Mittwoch gegen die Lilien, für den Samstag ist ein Sternmarsch zum Stadion „Am Böllenfalltor“ geplant. Unter dem Motto „1898 Schritte für den SV98 – Die Lilien bleiben DA“ soll vor dem Heimspiel gegen Germania Ober-Roden auf die prekäre Situation des Vereins aufmerksam gemacht werden. Natürlich wurde mittlerweile auch ein Spendenkonto bei der Volksbank Darmstadt eingerichtet: Bankleitzahl 50890000, Konto 937215.

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Auf den Rängen dominierte Fortuna.
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Ebenfalls wenig Glück hatte ein anderer, bekannter Name vergangener Tage am letzten Samstag. Die Fortuna aus Köln wechselte die Rheinseite, um gegen den Stadtrivalen Viktoria im Verbandsliga-Derby anzutreten. Zur Halbzeit stand es 4:0 für die Viktoria. Der Fortuna-Anhang nahm es größtenteils humorig. Als wenn es eine Absprache mit Bielefeldern gegeben hätte, sang der Block: „We trotzdem sing when we´re losing“. Die fünfte Liga bietet am kommenden Wochenende erneut ein brisantes Stadtderby. In Leipzig spielen LOK und Sachsen II gegeneinander. Mal sehen, was im day after… am kommenden Montag darüber zu finden sein wird. (Stadionwelt, 10.3.2008)

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Moskau: Hier wollen alle Knappen im Mai hin.
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Für die Fans von Union gibt es keine Alternative zur Alten Försterei.
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Auf den Rängen dominierte Fortuna.
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