Borusseum: Eigenes Konzept mit sieben Themeninseln

Faszination Fankurve 05.10.2007 0 Kommentare

Foto: Borussia Dortmund

Jan-Philipp Platenius ist in der Projektgruppe Borusseum der Fanabteilung des BVB unter anderem für die Katalogisierung der vielen Exponate zuständig. Im Interview mit Stadionwelt beschreibt der Fan von Borussia Dortmund den Stand der Dinge.

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Stadionwelt: Was genau ist das Borusseum?
Platenius: Dabei handelt es sich um das BVB-Museum. Die Idee dafür ist bereits Ende 2004 entstanden als die Fanabteilung gegründet wurde. Im Rahmen dessen haben sich auch Leute zu Arbeitsgemeinschaften zusammen gefunden. Eine war die AG Tradition, die unter anderem für das Vorantreiben der Museumsidee zuständig war. Im Juni war dann die Raumfindung abgeschlossen.

Stadionwelt: Wo ist der Raum und wie groß ist er?
Platenius: Der Raum befindet sich auf der vierten Ebene des Westfalenstadions in der Nordostecke und ist etwa 1.000 Quadratmeter groß. Das Borusseum wird über eine gläserne Brücke vom August-Lenz-Haus erreichbar sein

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Der gelb eingefärbete Bereich ist dem Borusseum vorenthalten.
Bild: Borussia Dortmund

Stadionwelt: Wie wird ein solches Großprojekt finanziert?
Platenius: Insgesamt kommen dabei wohl Kosten von etwa 800.000 bis 900.000 Euro zusammen. Einen Teil, über 170.000 Euro, hat die Fanabteilung durch Spenden zusammengetragen. So haben wir im Stadion Bechersammelaktionen gemacht und eine CD herausgebracht. Für 109 Euro können Fans ein Zertifikat kaufen, das an der Wand des Borusseums hängen wird. Aber auch der Verein selber beteiligt sich natürlich. Im Falle des BVB ist das nicht so einfach, weil immer zwischen KGaA und dem ursprünglichen Verein unterschieden werden muss. Nach jetzigem Stand bezahlt die KGaA den Umbau des Raums. Der Verein übernimmt die Einrichtung und dergleichen.

Stadionwelt: Wann wird Baubeginn, wann voraussichtlich die Einweihung sein?
Platenius: Bezüglich des Baus laufen die letzten Planungen. Ich denke, dass es Anfang 2008 losgehen kann. Ursprünglich sollte das Borusseum ja schon zur WM öffnen, was letztendlich zu optimistisch war. Mitte kommenden Jahres könnte es eröffnet werden. Zum einhundertjährigen Geburtstag des Vereins muss das Borusseum spätestens fertig sein.

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Die sieben Themensinseln.
Bild: Borussia Dortmund

Stadionwelt: Was erwartet die Besucher?
Platenius: Sieben Themeninseln werden die Geschichte des BVB dargestellen. Themen sind zum Beispiel „Borsigplatz“, „Weiße Wiese“ und das Stadion „Rote Erde“. In so genannten Story-Nischen in der „Gelben Wand“ werden unter anderem Fan-Utensilien ausgestellt. Außerdem wird es ein Kino geben. Wir werden in Kürze auch noch einmal die Fans aufrufen, uns interessante Exponate aus der Geschichte des BVB als Dauerleihgabe zur Verfügung zu stellen.

Stadionwelt: Habt Ihr euch an bestehenden Museen wie Hamburg oder Bremen orientiert?
Platenius: Natürlich haben wir uns informiert, dennoch haben wir darauf geachtet, ein eigenes Konzept für das Borusseum zu erstellen. Schatzmeister Dr. Reinhold Lunow, der im Präsidium verantwortlich für das Borusseum ist, hat mit Hilfe eines Architektenwettbewerbs kompetente Ausstellungsgestalter gefunden. Da wäre zum Beispiel Dr. Martin Wörner zu nennen, der auch bei der Erstellung des Deutschen Fußball-Museums mitarbeitet. (Stadionwelt, 05.10.2007)

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Der gelb eingefärbete Bereich ist dem Borusseum vorenthalten.
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Die sieben Themensinseln.
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