„Es gibt ein kontinuierliches Wachstum“

Faszination Fankurve 06.08.2007 0 Kommentare

Foto: Claude Rapp

Tom Marzahn von den Rude Boys zieht ein Fazit der abgelaufenen Zweitligasaison. Ob der FC Augsburg und sein immer größer werdender Anhang auf einem guten Weg sind, verrät Marzahn im Sommerpausen-Interview auf Stadionwelt.

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Stadionwelt: Wie fällt dein persönliches Fazit nach einem Jahr Profi-Fußball aus?
Marzahn: Auch wenn man natürlich einiges erwartet hat, konnte mit dem Kommerz so nicht gerechnet werden. Abgesehen vom Sportlichen gibt es schon einige negative Dinge. Der Zuschauerschnitt ist zwar von circa 3.000 auf 16.000 hochgegangen, was unglaublich ist. Aber das Gros sind auch die typischen Erfolgsfans

Stadionwelt: Und was hat der Zuwachs der Stimmung in Rosenaustadion gebracht?
Marzahn: Ich denke, dass wir in dem Punkt auf dem richtigen Weg sind. Es gibt ein kontinuierliches Wachstum. Der Fanblockumfang ist nach und nach auf über 4.000 angestiegen. Ab der neuen Saison wollen wir es mit einer Lautsprecheranlage versuchen.

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Ganz Augsburg schien nach München gekommen zu sein.
Bild: Claude Rapp

Stadionwelt: Was gab es an Highlights in der abgelaufenen Runde?
Marzahn: 40.000 Fans bei 1860 waren für den FCA sicher ein Highlight. Für uns eher nicht. Dazu kam ein komischer TV-Bericht im Bayerischen Rundfunk. Nachdem erst einmal viele in Gewahrsam genommen wurden, sollen wir die Polizei später angeblich gebeten haben, uns sicher aus dem Stadion zu eskortieren. Auswärts in Köln war sicher ganz launig. Einen beeindruckenden Auftritt hatte Jena am letzten Spieltag der Saison bei uns. Das sollte mal erwähnt werden.

Stadionwelt: Noch einmal einen kleinen Schritt zurück: Du sprachst von einem kontinuierlichen Wachstum. Der Verein selber geht schneller vor, oder? Stichwort: Stadion.
Marzahn: Das Stadion beschäftigt Augsburg schon mehr als vier Jahre. Jetzt sieht es wohl so aus, dass der Bau im Süden vor den Toren der Stadt bald beginnt. Ansonsten will der Verein nach oben. Ich brauche das nicht unbedingt.

Stadionwelt: Am letzten Spieltag gab es eine Choreo mit dem Titel Boys will be Boys. Was verbarg sich dahinter?
Marzahn: Das war die Choreo zum fünfjährigen Bestehen unserer Gruppe. Mehr als das, also eine Party oder etwas vergleichbares, haben wir nicht gemacht. Wir haben das bewusst einigermaßen klein gehalten.

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Zuhause gegen Jena.
Bild: www.rude-boys.de

Stadionwelt: Entwickelt sich denn neben den Rude Boys eine zweite oder sogar mehrere Gruppen, die ihre Leidenschaft für den FCA nach außen tragen.
Marzahn: Die größte Präsenz wird sicherlich nach wie vor von uns gezeigt. Möglicherweise wird es aber bald eine andere ultraorientierte Gruppe namens Bambule geben. Das sind Leute mit denen wir uns gut verstehen.

Stadionwelt: Was sagst du zum Fankongress?
Marzahn: Ich selbst war da und fand die Idee von Anfang an gut. Ein solches Treffen ist ein nettes Beiwerk in der allgemeinen Fanentwicklung – ich glaube aber auch, dass die wirklichen Erfolge nur an der Basis erzielt werden können. Jede Fanszene muss bei sich im Verein die jeweiligen Forderungen stellen. Sollte sich in Bezug auf die Stadionverbotsrichtlinien etwas ändern, wäre das alleine schon ein Riesenerfolg. Außerdem muss der Dialog fortgesetzt werden. (Stadionwelt, 6.8.2007)

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Ganz Augsburg schien nach München gekommen zu sein.
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Zuhause gegen Jena.
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