Zwischen Sechzger-Stadion und dem roten Kaiserdom

Faszination Fankurve 03.08.2007 0 Kommentare

Foto: Chris Buhr

Max ist bei der Cosa Nostra aktiv. Im Sommerpausen-Interview äußerte sich der Fan von 1860 über die Arena und Höhepunkte im Grünwalder Stadion, den Abschied eines Fußballgotts sowie eine breite Solidarität in der Löwen-Fanszene.

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Stadionwelt: Nach wie vor habt Ihr große Probleme in punkto Fanutensilien, oder?
Max: Die Situation hat sich verschlimmert. In München mischt die Polizei bei dem Thema richtig mit. Bei bestimmten Spielen ist im Block gar nichts erlaubt. Außer der Fahne bis zu 1,00 Meter, die in der Stadionordnung festgeschrieben ist, kriegen wir nichts mehr erlaubt. Bis vor kurzem durften wir zumindest noch mehr als die Bayern, das hat sich jetzt aber geändert.

Stadionwelt: Woran liegt es, dass sich in dem Punkt nichts bewegen lässt?
Max: Die Zuständigkeiten sind nicht geklärt. Dennoch brüstet sich der Club mit unseren Choreos.

Stadionwelt: Beginnt man sich denn langsam mit der Arena zu arrangieren?
Max: Es ist halt das Tagesgeschäft, weil die erste Mannschaft da spielt. Die Stimmung ist immer so eine Sache. Vor gar nicht allzu langer Zeit standen in der Nordkurve auch viele traditionelle Fans, die ein Bier in der Hand haben und nur mitsingen, wenn ihnen danach ist. Viele Ältere bleiben der Arena aber fern, deswegen haben wir eine ziemlich junge Kurve. Wir probieren das Beste daraus zu machen

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Zum Abschied von Paul Agostino.
Bild: Chris Buhr

Stadionwelt: Das sah man an der Choreo für den Profi Paul Agostino.
Max: Ja, das war unser Dankeschön an ihn zu seinem Abschied.

Stadionwelt: Wie kam der „Fußballgott“, so die Titulierung in der Choreo, zu der Ehre? Ihr habt auch T-Shirts mit seinem Konterfei erstellt.
Max: Erst einmal ist Agostino einer der Spieler, die wirklich lange bei 1860 waren und unserer Meinung nach den Löwen auch im Herzen getragen hat. Zudem hatten wir auch privat Kontakt zu ihm. Wir haben eine Party gemacht, auf der er nach dem letzten Heimspiel Spiel aufgetaucht ist.

Stadionwelt: Neben den Spielen der ersten Mannschaft in der ungeliebten Arena, gab es in der Rückrunde gleich zwei richtige Highlights im „Sechzger-Stadion“…
Max: Zum einen war das die Aktion X-Tausend, zum anderen das Ama-Derby gegen die Roten. Bei beidem Spielen waren 6.000 bis 7.000 Zuschauer. Für uns gibt es nichts Schöneres als an der Grünwalder zu spielen, da die Arena immer noch der rote Kaiserdom ist. Wir standen auf der Gegengerade, auch durch das Dach war die Stimmung sehr gut.

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Beim Amateurderby gegen Bayern.
Bild: Wittmann Maximilian

Stadionwelt: Hat es denn was gebracht?
Max: Letztendlich geht es ja darum, den Abriss des Stadions, der für 2010 oder so vorgesehen ist, zu verhindern. Kurzfristig hat es schon einen Hype gebracht. Für die Regionalliga-Saison der Amateure wurden über 500 Jahreskarten abgesetzt. Das hat natürlich auch mit dem Stadion zu tun. Die Fraktion der Grünwalder hat im Verein ziemlich großen Einfluss, in der KGaA leider nicht. Personen wie Stefan Ziffzer sind diesbezüglich nicht zu Gesprächen bereit.

Stadionwelt: Was hat es mit der Initiative Löwen helfen Sonja auf sich?
Max: Sonja ist Mitglied im Fanclub „De Griawign“ e.V. Sie ist an Brustkrebs erkrankt. Insgesamt sind mittlerweile fast 20.000 Euro zusammen gekommen. Unter anderem wurde auch bei der Aktion X-Tausend gesammelt. Wir von der Cosa Nostra haben ein besonderes signiertes T-Shirt von Agostino versteigert. Viele Gruppen und Fans haben Soli-Aktionen unterstützt.

Stadionwelt: Deine Meinung zum Fan-Kongress in Leipzig?
Max: Ich selbst war nicht da – aus der Szene aber ein paar. Die Grundidee ist natürlich gut. Leider wurde bisher nichts umgesetzt. (Stadionwelt, 3.8.2007)

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Zum Abschied von Paul Agostino.
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Beim Amateurderby gegen Bayern.
Bild: Wittmann Maximilian
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