Ultras Bochum künftig mit Nachwuchstruppe

Faszination Fankurve 27.07.2007 0 Kommentare

Foto: DER (PF)LÄSTERSTEIN

Neuerdings leisten sich die Ultras Bochum eine eigene Nachwuchsgruppe namens sUBoles. Was es damit auf sich hat und was sonst im Ruhrpott aus Fansicht Thema ist, erzählt Manuel K. im Sommerpausen-Interview mit Stadionwelt.

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Stadionwelt: Das größte aktuelle Thema in der Fanszene ist die Gründung einer Nachwuchsgruppe der Ultras Bochum, oder?
Manuel: Das war länger angedacht und notwendig, weil es immer mal wieder Leute gab, die das nicht so durchziehen wie wir uns das vorstellen. Viele wissen noch nicht so richtig, was von ihnen erwartet wird. Einige andere tauchen einfach gar nicht mehr auf. Mit sUBoles gibt es eine Gruppe, in der sich jeder beweisen kann.

Stadionwelt: Ist das altersabhängig?
Manuel: Nein. Ich persönlich hatte den Namen NachschUB bevorzugt, damit diesbezüglich keine Missverständnisse entstehen. Ein Zeitfenster für die Verweildauer bei sUBoles ist nicht vorgesehen. Wer sich bewährt, kann bald auch Mitglied bei UB werden: Aktivität und Engagement wird also belohnt. Außerdem soll es bei den Vorteilen keine Trennung von den UB-Mitgliedern geben. Bei Busfahrten und so weiter kommt das zum Tragen. Zudem sind eigene Klamotten geplant.

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Choreo beim Spiel gegen Dortmund.
Bild: DER (PF)LÄSTERSTEIN

Stadionwelt: Wird sUBoles eine Zaunfahne und dergleichen haben?
Manuel: Momentan wird viel gepinselt. Eine Zaunfahne gibt es auch schon. Ein paar der Jüngeren von UB haben sich der Sache angenommen. Die Hemmschwelle untereinander ist vermutlich auch geringer, als wenn ein Fünfzehnjähriger plötzlich viel Älteren gegenübersteht.

Stadionwelt: Was bedeutet der Name?
Manuel: sUBoles kommt aus dem Lateinischen und heißt Nachwuchs. Das UB ist wegen Ultras Bochum hervorgehoben.

Stadionwelt: Beim Spiel des BVB in Bochum gab es Probleme. Viele Bochumer durften zwischen Kneipe beziehungsweise Gefängnis wählen, aber trotz Karten nicht ins Stadion. Wie ist der Stand der Dinge?
Manuel: Im Nachhinein kamen vom Einsatzleiter einige komische Interviews. Von unserer Seite wurden mittlerweile über einen Anwalt Dienstaufsichtsbeschwerden gegen die Maßnahmen eingelegt. Das ist laut Staatsanwaltschaft in Bearbeitung, deswegen lässt sich darüber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht Definitives sagen.

Stadionwelt: Vor einiger Zeit seid ihr im Kampf gegen die Änderung des Stadionsnamens sehr aktiv gewesen. Beispielsweise gab es eine Demo. Ist das in der letzten Zeit ein bisschen eingeschlafen?
Manuel: Das Ruhrstadion ist immer noch ein Thema, auch wenn es etwas abgeebbt ist. Kürzlich wurde die alte Bushaltestelle Ruhrstadion in Stadion umbenannt, so flammt das immer mal wieder auf. Die Fahne hat die ganze Saison gehangen und wird das auch weiterhin tun. Gerade für jüngere Generationen ist das wichtig, damit der Name im Hinterkopf bleibt. Eine Riesenkampagne lässt sich in Bochum aber eher nicht aufziehen.

Stadionwelt: Freut Ihr Euch auf die Ruhrpott-Liga. Zu Dortmund und Schalke ist noch Duisburg dazu gekommen.
Manuel: Ein Derby gegen Duisburg macht natürlich mehr Spaß als andere Spiele. Und die letzte Saison war in Bezug auf die Derby sehr geil. Wir haben Schalke in die Suppe gespuckt – den direkten Vergleich mit Schalke und Dortmund dazu gewonnen. Vor ein paar Jahren haben die Vereine untereinander ein bisschen Kuschelkurs gefahren. Ich denke, dass die Rivalität wieder etwas zugenommen hat.

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Heimsieg gegen Schalke.
Bild: Satdionwelt

Stadionwelt: Was sonst bewegt die Bochumer Fans?
Manuel: Kürzlich gab es ein Gespräch mit einem Vereinsvertreter, der im Marketing tätig ist. Wir durften unsere Wünsche bezüglich Fahnenplätzen vor der Kurve und so weiter äußern. Im Gegensatz zu so jedem anderen Stadion sind Fahnen vor der Kurve bei uns ja leider nicht gängig. Mal sehen, was sich daraus ergibt.

Stadionwelt: Du selbst warst in Leipzig beim Fan-Kongress. Magst Du was dazu erzählen?
Manuel: Generell war der Dialog nicht schlecht. Einige Leute, die viele Jahre im Fanbereich tätig sind, meinten, dass es so etwas in der Form noch nie gab. Letztendlich bleibt aber abzuwarten, was an Ergebnissen, beispielsweise bei der Änderung der Stadionverbotsrichtlinien, rauskommt. Kritik habe ich dahingehend, dass die Ansprechpartner von DFB und vor allem DFL unterrepräsentiert waren. (Stadionwelt, 27.7.2007)

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Choreo beim Spiel gegen Dortmund.
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Heimsieg gegen Schalke.
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