600 Fans aus 14 Ländern

Faszination Fankurve 01.06.2006 0 Kommentare

Im Mai veranstaltete der Fanladen St. Pauli gemeinsam mit Ultrà Sankt Pauli zum dritten Mal ein antirassistisches Einladungsturnier in Hamburg. Stadionwelt sprach mit Heiko Schlesselmann vom Fanladen.

Stadionwelt: Wie fällt das Fazit zum diesjährigen Turnier aus?
Schlesselmann: Insgesamt sind wir sehr zufrieden. Es gibt immer Sachen, die man verbessern kann, alles in allem war es ein Riesenerfolg.

Stadionwelt: Was stand außerhalb des eigentlichen Turniers auf dem Programm?
Schlesselmann: Die ersten Gruppen, wie zum Beispiel die aus Israel, Spanien oder Italien, sind ja schon Mittwoch angereist. Es gab Diskussionsrunden über Rassismus, Vorträge, Filmabende und am Ende natürlich die große Demo gegen Repressionen und Rassismus.

Stadionwelt: Wie kam der Kontakt zu den ganzen Gruppen aus so vielen Ländern zustande?
Schlesselmann: St. Pauli war ja schon immer bei der antirassistischen WM in Italien vertreten. Dort entstehen viele Kontakte. Darüber hinaus kennen wir noch viele Leute aus Spanien, zum Beispiel Cadiz oder Bilbao. So lernt man immer neue gute Leute und Gruppen kennen. Wir reden hier ja nicht von Personen, die einmal im Jahr ins Stadion gehen. Wir reden hier von Menschen aus der Kurve, Ultras, die ganz klar und offensiv antirassistisch agieren.

Stadionwelt: Was ist das Besondere an dem Turnier?
Schlesselmann: 600 Fans aus 14 Ländern haben miteinander gefeiert, viele davon würden von der Polizei als Hooligans eingeordnet werden, und es gab selbst mit Gruppen, die sich im Ligaalltag nicht mögen, keinerlei Probleme. (Stadionwelt, 01.06.2006)

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