Eintracht Frankfurt spielt an einem Freitagabend in Fürth, liegt mit 1:2 zurück. Mitten in die spannende Schlussphase kommt über die Stadionlautsprecher gleich drei Mal die Aufforderung an die Frankfurter Fans, das Stadion schon frühzeitig, vor Abpfiff der Partie zu verlassen – der bereitgestellte Sonderzug würde nur dann erreicht werden. Stellt die Durchsage an sich schon eine Unzumutbarkeit dar, so sind die Hintergründe noch frappierender. „Es gab an diesem Abend überhaupt keinen Sonderzug. Wegen der Uhrzeit waren fast alle Fans mit Bussen und Privat-PKW unterwegs“, sagt der Fanbeauftragte Andreas „Pferd“ Hornung, „ich kann mir nur vorstellen, dass es um einen Liniezug ging, denn da hätte man den letzten nur erreichen können, wenn man früher gegangen wäre.“ Hornung weiter: „Alle Frankfurter Offiziellen, die im Innenraum standen, aber auch die Vertreter von der Presse, haben sich nur ungläubig angeschaut und den Kopf geschüttelt.“ Gerade einmal 23 Fans folgten der Aufforderung und stiegen in den bereitgestellten Bus. (Stadionwelt, 01.12.2004)
Frankfurt in Fürth
Faszination Fankurve
01.12.2004
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